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Der fzs – freier zusammenschluss von studentInnenschaften – muss weiterleben

Der freier zusammenschluss von studentInnenschaften ist in einer schwierigen Phase. In den letzten Jahren sind eine Reihe von StudentInnenschaften aus dem Verband ausgetreten. In den meisten Fällen hatte dieses aber nichts mit der aktuellen Positionierung des Verbandes zu tun, sondern ist auf Grund von personellen Zwistigkeiten, machtpolitischem Auftreten einiger Studierendenschaften oder Kommunikationsproblemen zurückzuführen. Dadurch ergeben sich für den fzs zwei große Probleme, zum ersten finanzieller und zum zweiten personeller Art, daweniger Personen  bereit sind, inhaltlich mitzuarbeiten. Sicherlich sind viele der Probleme, die in der Vergangenheit festgestellt wurden, immer noch nicht behoben. So ist der Vorstand chronisch überarbeitet und die Strukturen behindern sich zum Teil  noch selbst.  Trotzdem ist ein bundesweiter Dachverband sehr sinnvoll. Zum einen ist eines unserer Ziele, die Bildungskompetenz nicht mehr auf Länderebene beizubehalten sondern auf Bundesebene zu übertragen. Zum anderen ist durch den momentan existierenden Föderalismus eine unterschiedliche Gesetzgebung auf Länderebene gegeben. In den Gremien kann sich über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten ausgetauscht  und vielleicht auch Handlungsoptionen aufgezeigt werden. Der Dachverband ist auch immer noch prädestiniert für eine Koordinierung eines gemeinsamen Vorgehens, beispielsweise beim Thema Studiengebühren, Bologna etc.

Das Bundeskoordinierungstreffen der Juso Hochschulgruppen möge beschließen:

  • Um die Zukunft dieses Dachverbandes sicherzustellen, unterstützen die Juso Hochschulgruppen den fzs, indem sie sich in ihren Studierendenschaften uneingeschränkt für einen Beitritt bzw. das Verbleiben als Mitglied stark machen. 
  • Desweiteren setzen sich die Juso Hochschulgruppen in ihren Strukturen dafür ein, dass der fzs Gelder für inhaltliche Arbeiten einwerben kann, so sind einige Seminare des fzs sehr besuchenswert und unterstützungswert.
  • Aber nicht nur mit der Mitgliedschaft ist es getan. Gerade wir, die Juso Hochschulgruppen,  sind nun in der Pflicht, den fzs inhaltlich mitzugestalten. Eine aktive Mitgestaltung des fzs sollte durch die Juso-HSGen vor Ort mitgetragen werden. Zuletzt gilt es auch, die Vorstandsmitglieder im fzs  zu unterstützen.
  • Die inhaltliche Arbeit des fzs ist gerade im nächsten Jahr gefragt. Mit der Weiterführung des Bologna-Prozesses steht in diesem Jahr bis Mitte nächstes Jahr ein Zeitfenster zur Verfügung, in dem ehrlich Bilanz gezogen werden und die Anforderungen an den weiteren Bologna Prozess formuliert werden müssen. Positionen zu entwickeln, in Publikationen den Studierendenschaften für ihre Arbeit vor Ort zur Verfügung zu stellen und die Beschlüsse an politische Akteure und die Öffentlichkeit zu tragen, muss vorrangiges Ziel des fzs sein. Gleichzeitig muss eine kontinuierliche inhaltliche Begleitung und Kommentierung der hochschulpolitischen Debatten erfolgen.

Die Informationspolitik gegenüber den Studierendenschaften – explizit auch den ausgetretenen – muss sich massiv verändern. Gegen das Hauptargument von fzs- GegnerInnen, der fzs leiste keine politische Arbeit, lassen sich viele Gegenargumente finden. Allein sie nutzen nichts, wenn die tatsächliche Arbeit des Verbandes nicht hinreichend kommuniziert wird. An dieser Stelle sollte über regelmäßige Publikationsreihen nachgedacht bzw. die Konzeption schon bestehender Informationsmittel überprüft werden. Die Homepage muss mit einem durchdachten Konzept ausgestaltet sein und die Arbeit ausreichend transparent darstellen. Eine verstärkte Nutzung des web 2.0 oder partizipative Elemente wie Blogs oder eines Wikis können den Informationsfluss erhöhen und ein Serviceangebot für die Studierenden(schaften) bereitstellen.

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