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Dann scheint die Sonn´ ohn´ Unterlass: Pushkicks für Menschen, Umwelt, Klima und Tiere bei eigenen Veranstaltungen

Die Juso-Hochschulgruppen haben in den letzten Jahren eine weitreichende und kritische Ernährungspolitik entwickelt. Für die Hochschulgastronomie haben wir konkrete Forderungen und Umsetzungsmaßnahmen erarbeitet (BKT 2015/2: Für eine nachhaltige Hochschulgastronomie und einen progressiven Tierschutz).
Unsere Kritik hatte jedoch nicht die Mensen und Caféterien der Studierendenwerke als Ausgangspunkt, sondern in unserem Verband. Mit dem Beschluss Umdenken beginnt bei uns: Weniger Fleischkonsum bei den Juso-Hochschulgruppen (BKT 2013/1) kritisierten wir Fleischkonsum als eine Triebfeder der globalen Erwärmung, Fleischkonsum als Faktor zur massiven Zerstörung der Regenwälder- und Savannengebiete, die Artenvernichtung durch die Fischereiwirtschaft, Verstärkung der Verteilungskämpfe durch Fleisch- und Fischkonsum und negative Auswirkungen des Fleischkonsums auf die menschliche Gesundheit. Wir beschlossen damals zum einen bei der Anmeldung zu unseren Veranstaltungen die Auswahlmöglichkeit für vegetarische, vegane oder fleischhaltige Lebensmittel und zum anderen auf der Anmeldeseite Gründe für einen moderaten Fleischkonsum aufzulisten.
In der Folge hat sich die Anzahl der veganen Anmeldungen vervierfacht. Wer sich vegan ernähren wollte konnten dies erstmals direkt auswählen und musste keinen separaten Kommentar schreiben. Eine Ernährung von Tieren wurde endlich nicht mehr einfach vorausgesetzt!

Mit uns zieht die neue Zeit!

Wir wollen mit unserer Kritik nun nicht verharren sondern weiter vorangehen. Daher werden wir für unsere Veranstaltungen folgendes umsetzen:

  • Information: Um der Verdrängung der Situationen in den Tierfabriken in den Köpfen der Menschen und den Folgen für Umwelt und Klima etwas entgegenzuhalten soll direkt über dem Auswahlfeld zum Ernährungsangebot über diese informiert werden. Zum einen soll ein Diagramm Umweltbelastungspunkte zu verschiedenen Ernährungsformen darstellen[1].
  • Nudging: In dem Auswahlfeld zur Ernährung gibt es weiterhin die Optionen Vegetarisch, Vegan sowie Fleisch. Allerdings soll „Vegetarisch“ als klima-, umwelt- und tiergerechtere Option vorzugswürdig dargestellt werden.
  • Veränderungen einfordern: Solange wir Juso-Hochschulgruppen nicht auf alternative Unterbringungsmöglichkeiten setzen sind wir auch auf die Jugendherbergen und Hostels angewiesen. Daher soll dem Dachverband der Jugendherbergen Interesse an Jugendherbergen, die eine pflanzliche Verpflegung anbieten können, dargestellt werden.

Der neue Bundesvorstand soll sich den Themen Nachhaltigkeit, Tiere und Ernährung auf Basis der Beschlusslage annehmen.

 



[1] Meier et. al., Bilanzierungsmethode susDISH. Nachhaltigkeit in der Gastronomie. Gesundheits- und Umweltaspekte in der Rezepturplanung gleichermaßen berücksichtigen: www.nutrition-impacts.org/media/susDISH.pdf, S. 5

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