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Die Gedanken sind frei – Unterstützung von Scholars at Risk

Die Juso-Hochschulgruppen sind ein internationalistischer Verband.  Wir blenden nicht aus, dass die Wissenschaftsfreiheit in vielen Ländern gefährdet ist. Wissenschaftler*innen weltweit sind von Verfolgung und staatlicher Repression bedroht. Oft haben sie in ihren Heimatländern aufgrund dessen keine Möglichkeit frei von Zwang weiter zu forschen. Ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse werden verleugnet, sie selbst werden mit Haftstrafen bedroht und/oder können ihren Beruf nicht mehr ausüben. Wir treten für eine freie und kritische Wissenschaft ein. Die Juso-Hochschulgruppen verurteilen daher jedes Vorgehen gegen Wissenschaftler*innen, das der Unterdrückung der Wissenschaftsfreiheit dient. Unser Ziel ist es, die gefährdeten und betroffenen Wissenschaftler*innen zu unterstützen.

Das Netzwerk Scholars at Risk

Einen Weg sehen wir in dem Voranbringen des weltweiten Netzwerks Scholars at Risk. Scholars at Risk besteht aus verschiedenen Hochschul- und Wissenschaftsinstitutionen und hat es sich zur Aufgabe gemacht, gefährdete Wissenschaftler*innen an Wissenschaftsstandorte zu vermitteln, an denen sie frei forschen können.

Wie funktioniert Scholars at Risk?

Wissenschaftler*innen können sich bei Scholars at Risk auf eine Vermittlung bewerben oder ihr Anliegen direkt an die entsprechenden Mitgliedsinstitutionen richten. Auch Institutionen, die nicht Mitglied im Netzwerk sind, können sich um Unterstützung bei der Aufnahme von Wissenschaftler*innen bei Scholars at Risk bemühen. Bei der Aufnahme von Wissenschaftler*innen in das Programm wird ein zeitlich begrenzter Zeitraum festgesetzt, der auch verlängert werden kann. Können die Forschenden also nach Ende des Gastaufenthalts nicht in ihre Länder zurückkehren, ist ein längerer Aufenthalt möglich.

Die gastgebenden Institutionen sind dazu angehalten, den Aufgenommenen entsprechende Hilfen zur Verfügung zu stellen. Dazu gehören in der Regel Rechtsberatung und das zur Verfügungstellen einer Wohnung. Aber die Institutionen sind auch angehalten, die Wissenschaftler*innen aktiv in Lehre und Forschung einzubeziehen und ihnen die Möglichkeit zu geben, mittels Vortagsreihen oder Publikationen über ihre Forschung zu berichten.

Unsere Position zu Scholars at Risk

Auch wenn Scholars at Risk nur wenigen Wissenschaftler*innen weltweit helfen kann, begrüßen und unterstützen wir die Juso-Hochschulgruppen dieses Programm. Es gibt zumindest einer begrenzten Anzahl von Wissenschaftler*innen die Möglichkeit, ihre Forschung fortzusetzen. Denn kritische Wissenschaft ist kein Verbrechen.

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