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Selbstbestimmt studieren heißt ohne Prüfungsversuche studieren

Die Juso-Hochschulgruppen stehen für das Ideal eines selbstbestimmten und kritisch hinterfragenden Studiums ein. Dazu gehört, dass die Studiengänge nicht zu einer möglichst schnellen und oberflächlichen Wissensvermittlung abgeflacht werden, sondern dass sie genug Zeit und Freiheit für Diskussionen und die Entfaltung des Individuums bieten. Diesem Anspruch stehen begrenzte Prüfungsversuche klar im Weg. Wir fordern die Abschaffung der Begrenzung von Prüfungsversuchen.

Durch die Abschaffung der Beschränkung entfallen für die Studierenden der Prüfungsdruck, eine mögliche innere Unruhe und Nervosität, die Prüfung doch nicht zu schaffen. Vielen Studierenden, die einmal durch eine Modulprüfung fallen fällt es schwer, sich überhaupt für den Zweitversuch anzumelden, da bereits hier der Druck entsteht, dass ein vergebener Drittversuch das Ende der wissenschaftlich-akademischen Laufbahn sein kann. Auch wer neben dem Studium den Lebensunterhalt verdienen muss, ein oder mehrere Kinder versorgen oder chronisch erkrankt ist, kann durch Prüfungstermine in Bedrängnis geraten

Vielmehr sollen die Studierenden bei der Organisation ihres Studiums motiviert und zur Selbstständigkeit animiert werden. Auch An- und Abmeldungen von Prüfungen müssen flexibler gestaltet werden. Nicht-Erscheinen zu einer Prüfung darf nicht als nicht bestanden gewertet werden. Ein selbstbestimmtes Studium sollte das Recht aller Studierender sein.

Der Abbruch eines Studiums soll immer eine eigenständige Entscheidung eines Studierenden sein, die in individuellen Beratungsgespräch zwischen Mentor*innen, Prüfer*innen oder Vertrauenskörpern und den Studierenden selbst getroffen werden muss. Die Prüfungsordnung darf hier keine Restriktionen setzen.

Wir kämpfen für eine Universität, die allen, die in ihr lernen und arbeiten, die Möglichkeit gibt dies frei zu gestalten. Gegen Leistungsdruck und Zwangsexmatrikulationen – für emanzipatorische Bildung und Selbstbestimmung.

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