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Für die digitale Revolution – Digitalpakt gestalten!

Von Computerspielen und Lernsendungen über Plattformen für Lernmaterialien und Notendatenbanken bis hin zu Online-Magazinen und digitalisierten Patient*innendatenbanken – Gesellschaftliches Leben heute ist von den Errungenschaften der Digitalisierung durchzogen. Digitaler Wandel trägt Potential für alle Generationen. Neue Welten erfordern neues Wissen – und eine neue Bildung. Eine Bildung, die digitale Kompetenzen vermittelt, die verantwortungsvollen Umgang mit Medien lehrt und Kindern, Heranwachsenden und jungen Erwachsenen die Möglichkeit gibt sich auch dann auszuprobieren, wenn im Elternhaus das Geld für die neueste technische Ausstattung fehlt, benötigt ein solides Finanzierungskonzept als Grundlage. Das hat selbst die Bundesregierung bereits in der vergangenen Legislaturperiode erkannt – dachten wir jedenfalls. Nach Hoffnung erweckender Ankündigung von Bundesbildungsministerin a.D. Wanka (CDU) blieben die Schulen im Regen stehen, der Digitalisierungspakt wurde vergessen oder verdrängt, jedenfalls nicht umgesetzt. Im Jahr 2018 kann es sich keine Bundesregierung leisten die Digitalisierung zu vergessen! Keine Schule, deren innovativstes Ausstattungselement der Overhead-Projektor ist, kann Kindern die digitalisierte Welt näherbringen, sie auf den verantwortungsvollen Umgang mit Informationen vorbereiten und sie aber auch selbst zur Entwicklung eigener Ideen und der individuellen Gestaltung des Lebensumfeldes ermutigen. Ob Personal, Netzausbau oder Endgeräte – Ressourcen fehlen auf ganzer Linie. Die Ankündigung des Digitalpakts war aus Sicht des Schulwesens die notwendige Aussicht auf Entlastung, auf die sich Schüler*innen, Lehrer*innen und Schulleitungen verlassen haben.

Bei dem umfassenden Investitionsbedarf an Schulen, darf die Finanzierung der Digitalisierung an den Hochschulen nicht vergessen werden. Denn was bereits aus dem Schulunterricht bekannt ist, setzt sich im Hörsaal fort: Von Studierenden wird eine hohe Medienkompetenz erwartet, während Lehrende oft schon mit dem Einschalten eines Beamers überfordert sind.  In vielen Hochschulgebäuden mangelt es nicht nur an digitalen Arbeitsplätzen, sondern bereits die Suche nach einer Steckdose kann zur Schnitzeljagd werden und manche Online-Datenbanken befinden sich in längeren Wartungs- als Nutzungsphasen.

Die Digitalisierung ist für das gesamte Bildungssystem unausweichlich. Um inklusive Lernangebote, Austauschplattformen, die nötige Infrastruktur und hierfür ausgebildetes Personal zu schaffen, ist der erste Schritt ein konsequenter, unseren Forderungen entsprechender Digitalpakt.

Der Koalitionsvertrag

Laut dem Koalitionsvertrag will die große Koalition den Digitalpakt so früh als möglich umsetzen. In einem ersten Schritt muss hierfür das Kooperationsverbot für Schulen aufgeweicht werden: In Art. 104 c GG soll der Begriff „finanzschwach“ gestrichen werden. Insgesamt will der Bund fünf Milliarden Euro in fünf Jahren, davon 3,5 Milliarden in dieser Legislaturperiode, zur Verfügung stellen. Hinzu kommen Länder- und Kommunalinvestitionen. Mittels einer umfassenden Open Ressource Strategie sollen sowohl der Bedarfsmittel, als auch ein Best Practice Austausch generiert werden.

Gleichzeitig will der Bund die digitale Fort- und Weiterbildung von Lehrer*innen und Berufsschullehrer*innen ergreifen und hierzu insbesondere das Lehramtsstudium anpassen. Auch die Förderung außerschulischer Medien- und Digitalisierungsprojekte soll angegangen werden und der Einsatz adaptiver Lernsysteme und Serious Games, Spiele die neben Unterhaltung auch Ziele wie Situationstraining und Bildung haben, gefördert werden. Zusätzlich soll die Digitalkompetenz der Lernenden durch Online-Lernangebote und digitalen Inhalten ausgebaut werden. Digitale Lernangebote sollen von Lernenden selbständig genutzt und gestaltet werden können, insbesondere Datenanalyse und grundlegende Programmierkenntnisse sollen dafür beherrscht werden. Auch soll der Erwerb von Nano Degrees erweitert ermöglicht werden.

Im Koalitionsvertrag werden einige wichtige Problemstellungen erkannt und angegangen. Viele relevante Punkte werden jedoch übersehen oder nur zu vorsichtig behandelt. Inklusion wird nicht in Verbindung mit Digitalisierung gebracht, das Budget reicht nicht annähernd aus und neoliberale Werkzeuge werden unkritisch unterstützt. Dem setzen wir unseren idealen Digitalpakt entgegen:

Für die Digitale Revolution an den Hochschulen!

Die Basis der Digitalisierung

Aus einer Studie der Bertelsmann Stiftung geht hervor, dass statt der bisher einer Milliarde Euro jährlich es mindestens 2,8 Milliarden Euro pro Jahr braucht, um alleine die Schulen ausreichend auszustatten. An den meisten Hochschulen gibt es bisher kein vorgesehenes Budget für Digitalisierungsmaßnahmen, besonders die für die Digitalisierung nötige Verwaltungsoptimierung bekommt höchstens geteilte Fördermittel. Es braucht sowohl in den Schulen, als auch in den Hochschulen eine ausreichende Finanzierung für Hardware, Supportsysteme, die von Administrator*innen überwacht werden, und Softwarelizenzen.

Der Zugang zu digitaler Bildung muss immer zweigleisig gedacht werden. Es braucht einerseits die ausreichende Finanzierung von Hard- und Software.  Wenn Hochschulen den Auftrag haben Innovationen zu erarbeiten und die Digitalisierung voranzutreiben, muss ihnen die entsprechende Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden. Damit Studierende und Schüler*innen für angemessenen Internetzugang nicht immer in die Schule oder Hochschule gehen müssen und um damit auch Inklusion über Digitalisierung verwirklichen zu können, muss dieser Ausbau über Schulen und Hochschulen hinausgehen. Andererseits darf gut ausgebildetes Personal, das für den entsprechenden Umgang mit Daten geschult ist, an einer digitalen Hochschule nicht fehlen. Es braucht Expert*innen, die sich um die Wartung, Weiterentwicklung und Innovation digitaler Instrumente kümmert. Gleichzeitig müssen Lehrende an die Nutzung dieser Werkzeuge geführt und der Umgang dieser Normalisiert werden. in Form regelmäßiger Fort- und Weiterbildungen, insbesondere im Hinblick auf mediendidaktischer und medienerzieherischer Fähigkeiten. Ein wichtiger Aspekt ist, dass dies pädagogisch ausgerichtet stattfindet. Das bedeutet, dass nicht das technisch Machbare die Maxime ist. Die Frage ist vielmehr, wie pädagogische Ziele mit Hilfe von technischer Ausstattung in angemessener Weise unterstützt werden können.

Hochschulen müssen sich international austauschen und kooperieren, über Forschung, Lehre und Wissenschaft. Dafür sind hochschulübergreifende Plattformen und Werkzeuge, wie beispielsweise die europäische Wissenschaftscloud notwendig. Auch internationale Plattformen für den Austausch und die Verbreitung von Forschungsergebnissen müssen priorisiert und werden, damit Forschung vereinfacht oder nicht doppelt stattfindet. Anstatt das weltweite Vernetzung aufgrund der seit Jahren existierenden technischen Möglichkeiten selbstverständlich geworden ist, scheint der Datenaustausch in den fünfziger Jahren stehen geblieben zu sein. Es braucht dringend die Standardisierung vom internationalen, digitalen Austausch von Forschungsdaten, für die Lehre, Forschung und alle sonst Interessierten.

Statt der Nutzung der Chance soziale Gerechtigkeit zumindest bei der Digitalisierung anzugehen, wird hierbei der bequeme, günstigere und unfaire Weg gegangen, der die Bildungsmöglichkeiten wieder vom Geldbeutel der Eltern abhängig macht. Eine bring your own device Strategie kann nicht den Alltag an Schulen und Hochschulen sein. Wenn Lehrende vom Datenvolumen, dem Smartphone oder der Softwareausstattung ihrer Veranstaltungsteilnehmer*innen abhängig sind, kann Lehre nicht sozial gerecht stattfinden. Stattdessen muss eine angemessene Ausstattung gewährleistet werden, was ab dem fünften Schuljahr nur eine one on one Strategie, also ein Anspruch aller Schüler*innen und Studierenden auf die Versorgung mit einem Gerät.

Es ist Realität, dass eine Open Access Veröffentlichung die Wissenschaftler*innen oft noch viel Geld kostet. Um Lernmittelfreiheit hierbei ebenso zweigleisig anzugehen, muss einerseits die Hardware, wenn nötig, genauso selbstverständlich gestellt werden, wie andererseits Software Lizenzen (Open Source), Lernmaterialien, Forschungsergebnisse und sonstige wissenschaftliche Aufsätze und Bücher (Open Access) frei zur Verfügung gestellt werden müssen. Alle Menschen, die interessiert sind,  unabhängig ob sie studieren, forschen oder privat recherchieren wollen, müssen jegliche Zugangshürden abgebaut werden. Dabei müssen auch Geo-Sperren („Dieses Video ist in ihrem Land nicht verfügbar“) endgültig abgeschafft werden.

Der Digitalpakt im Detail

Digitalisierung muss inklusiv sein und hat Chancen für behinderte Menschen, Menschen mit chronischen Krankheiten, bei Sprachbarrieren, zu eröffnen. Auch ermöglicht der E-Learning—Ausbau, besonders der flächendeckende Ausbau von Online-Vorlesungen, zeitlich stark gebundenen Studierenden, wie bspw. Studierenden mit Kindern, die gleichberechtigte Teilhabe am Studium. Im Koalitionsvertrag ist davon jedoch leider kein Wort geschrieben. Zunächst können digitale Medien, wie Apps oder Internetseiten behinderten Menschen die Möglichkeit geben sich zu informieren und auszutauschen. Dabei kann mit relativ geringem Aufwand individuell agiert werden. Ob VR-Brillen oder der Ausbau von E-Learning; Studiengänge können individuell durch Digitalisierung erweitert werden. Dies darf jedoch nicht dazu führen, dass Hochschulen und Schulen nicht weiterhin an ihrer Barrierefreiheit arbeiten.

Digitale Medien können den Einstieg in Hochschulen für internationale Studierende vereinfachen. Zunächst können Informationen mehrsprachig über das Internet oder Apps angeboten werden. Neben der Vorbereitung von Veranstaltungen, auch die Nachbereitung über das flächendeckende Hochladen aller Materialien vereinfacht werden. Hierbei kann Mehrsprachigkeit zur Inklusion internationaler Studierenden führen. Wenn zusätzlich Plattformen für Austausch und Fragen geboten werden, vereinfacht dies die Bewältigung eines Studiums weiter.

Auch Sprachkurse können durch digitale Medien erweitert werden. Hiermit dürfen keine Präsenzveranstaltungen müssen weiterhin möglich sein, digitale Medien können diese jedoch ergänzen. Egal ob Video, Audio oder anderes Lernmaterial, neben einem bestenfalls weltweiten Austausch dieser Materialien, ermöglicht der Zugang unabhängig von dem Zugriffsort, sprachlichen und weiteren kulturellen internationalen Austausch.

Besonders Mädchen* und Frauen* müssen in der Nutzung von digitalen Medien stärker mit eingebunden und ermutigt werden. Implizite oder explizite stereotypische Einstellungen zu Frauen* beeinflussen die Bewertung wissenschaftlicher Leistungen, gerade im Bereich der MINT-Fächer, zum Nachteil von Frauen*. Dem bisherigen Narrativ, dass beispielsweise Informatik ein ‚männliches Thema‘ sei, muss entgegengewirkt werden, beginnend in der Grundschule. Frauen*empowerment muss stets gemeinsam mit Digitalisierung gedacht werden. Seit Jahren versuchen sowohl Schulen als auch Hochschulen, den Frauen*anteil in den MINT-Fächern zu erhöhen. Dabei wird einerseits der Weg von der Schule ins Studium und andererseits auch der Weg vom Studium in den Beruf fokussiert. Bereits bestehende Online-Plattformen wie “Komm, mach MINT”, die Teil eines Pakts für Frauen* in MINT-Berufen ist, müssen ausgebaut, weiterentwickelt und stärker in den Fokus gerückt werden. Auf der Online-Plattform werden Best-Practice-Beispiele veröffentlicht, Informationsmaterialien und statistische Daten zur Verfügung gestellt sowie Stellenangebote veröffentlicht. Zusätzlich findet sich dort eine Reihe von Netzwerken und Programmen.

Neben fächerintegriertem Unterricht muss Medienkompetenz schon ab der Grundschule mit auf dem Stundenplan stehen. Dadurch soll Schüler*innen insbesondere aufgezeigt werden, dass sie Digitalisierung nicht nur passiv wahrnehmen, sondern auch aktiv gestalten können.

Im digitalen Wandel dürfen auch Berufsschulen nicht vergessen werden. Ausbildungsberufe in dieser Branche müssen für Frauen* attraktiver und offener gestaltet werden. Neben Maßnahmen, die Familienplanung ermöglichen, können schon offener formulierte Berufsprofile, Ausbildungen für Frauen* interessanter machen. Zusätzlich kann durch die Digitalisierung die Durchlässigkeit von Ausbildung und Studium erhöht werden, indem Informationen und Lernangebote online einfach und frei verfügbar sind. Und auch hier muss die Grundfinanzierung zweigleisig, einerseits über Geräte und Ausstattung und andererseits über Fachpersonal und Weiterbildungen geschehen.

Nano Degrees sind Online-Zertifikate, die von privaten Unternehmen, wie Google oder Facebook mitentwickelt werden. Nach sechs bis zwölf Monaten sollen in zehn bis 20 Stunden pro Woche digitale Grundkenntnisse, vermittelt und ein Nano-Abschluss erworben werden können für im Schnitt 200€ pro Monat. Nano Degrees können kleine Abschlüsse über Einführungskurse in Programmiersprachen wie Python, aber auch über Datenanalyse oder Virtual Reality sein. Diese Nano Degrees, die von den Teilnehmer*innen selbst finanziert werden müssen, zeigen wie groß der Handlungsbedarf durch den Staat ist, Chancenungleichheit abzubauen. Es kann nicht erwartet werden, dass sich Teilnehmer*innen digitale Weiterbildung selbst finanzieren müssen, vielmehr müssten sie gefördert werden. Ein Arbeitsaufwand von zehn bis zwanzig Wochenstunden oft neben einem Vollzeitstudium oder einem Vollzeitjob, repräsentiert die neoliberale Auffassung des Aufstiegs durch Bildung. Damit private Unternehmen hier nicht mehr ein Monopol haben, muss der Staat eine kostenfreie Alternative bieten und die Teilnehmer*innen daneben finanziell fördern.

Digitalisierung muss ein wichtiger Bestandteil der zukünftigen Bildung sein, jedoch darf sie nie mehr als eine Ergänzung sein und niemals andere Lehrmethoden und -werkzeuge vollständig ersetzen. Dabei wird flexibel die physische Präsenz von Lehrer*innen oder Dozierenden, Schüler*innen und Studierenden zusammen mit der flexiblen Gestaltung von Zeit, Ort, Art oder Geschwindigkeit über digitale Medien verbunden. Somit sollen sinnvolle Anwesenheitsveranstaltungen nicht ersetzt werden, aber Inhalte, bei denen es möglich ist, alleine oder digital erarbeitet werden. Die Zielstrategie muss hierbei also Blended Learning sein. Der gesamte Digitalisierungsprozess sollte hierbei von Kommunikations- und Sozialwissenschaftler*innen wissenschaftlich begleitet werden, um wissenschaftlich basierte Methoden der Digitalisierung zu garantieren

Um Datenschutz aber auch eine sensible Nutzung dieser langfristig zu gewähren, braucht es zusätzliches, alleine dafür zuständiges Fachpersonal. Zudem kann Digitalisierung eine Chance für die Hochschulen sein, hierarchische Strukturen abzubauen und auf Augenhöhe vernetzten Strukturen aufzubauen. So verschwimmen bei der Digitalisierung die Grenzen von Lehrenden und Lernenden aufgrund der oft höheren Wissensstände Letzterer schnell. Zudem kann Feedback problemorientiert, anonym und unkompliziert für einen einfacheren, direkten Austausch genutzt werden.

Die ersten, von vielen Schritten

Die digitale Revolution ist an der Bundesrepublik vorbeigezogen. Um sie nun aufzuholen und ihr einen mündigen, demokratischen Stempel aufzudrücken, müssen die Hochschulen jetzt das Tempo anziehen. Die ersten Schritte müssen dabei ein Best Practice Austausch verschiedener Digitalisierungsstrategien und die Weiterbildung des Lehr- und Verwaltungspersonals sein.

Der im Koalitionsvertrag angesprochene Best Practice Austausch über eine Open Ressource Strategie ist einer von vielen richtigen Schritten zu einer digitalen Hochschule. Fast keine Hochschule hat bisher eine vollständige Digitalisierungsstrategie ausgearbeitet. Eine Plattform zur Vernetzung der Hochschulen könnte dabei unterstützen. Sowohl konkrete Umsetzungsvorschläge als auch innovative Ideen könnten hier diskutiert werden. Diese Plattformen darf nicht nur für Lehrende, sondern muss auch für Studierenden, Schüler*innen und alle anderen Interessierten zugänglich sein. So wird die Digitalisierung als gemeinsame Herausforderung wahrgenommen.

Eine ausreichende Ausstattung alleine, gewährleistet noch keinen sinnvollen Einsatz durch die Lehrenden. Deshalb müssen die Lehramtsstudiengänge weiterentwickelt werden. Dabei gilt es praktische Handlungskonzepte und pädagogisch-didaktische Szenarien für unterschiedliche Kontexte zu entwickeln, zu erproben und zu evaluieren. Digitale Lern- und Lehrmethoden können in allen Fächern den Unterricht bereichern. Auch für den fächerübergreifenden Unterricht ergeben sich neue Möglichkeiten. Zusammen mit kontinuierlicher Weiterbildung ist damit der Grundstein für einen sinnvollen Einsatz der Digitalisierung gelegt.

Der bisher geplante Digitalpakt reicht lange nicht aus, um die digitale Revolution in die Hochschulen zu tragen und ihre vielen Chancen endlich zu nutzen, deswegen fordern wir:

  • Damit der Digitalpakt umgesetzt und ausreichend finanziert werden kann, muss das Kooperationsverbot vollständig abgeschafft werden.
  • Inklusion muss bei der Digitalisierung in allen Bildungswegen und -einrichtungen ein Schwerpunkt sein, sie kann den Austausch fördern, Sprachbarrieren abbauen und den Zugang zu einem Studium erleichtern.
  • In den Schulen braucht es eine vom Staat finanzierte ‚eins zu eins‘ Ausstattung, durch die auf jede Schüler*In ein Gerät kommt. Dabei wird nicht das Elternhaus zu Verantwortung gezogen.
  • Digitalisierung muss mit dem Ziel, Hierarchien abzubauen, konzipiert werden.
  • Es muss ein eigenes Budget für Verwaltungsoptimierung und Weiterbildungen in Bezug auf Digitalisierung geben.
  • Medienkompetenz muss Lernenden und Lehrenden vermittelt werden.
  • Lernmittelfreiheit kann nur dann gewährleistet sein, wenn die OpenAccess und Open-Source Strategie ausgebaut wird, damit allen Menschen Zugang zu einerseits wissenschaftlichen Arbeiten und Forschungsergebnissen und andererseits aber auch Software Lizenzen geboten werden kann.
  • Online-Plattformen wie “Komm, mach MINT” müssen ausgebaut, weiterverbreitet und weiterentwickelt werden.
  • Von der Grundschule an muss ein verantwortungsbewusster Umgang mit digitalen Medien fächerübergreifend vermittelt werden. Hierbei gilt weiterhin, dass lebenslanges Lernen ermöglicht werden muss.
  • Der kritische Umgang mit Daten und Inhalten muss mitgedacht werden, dafür braucht es dafür ausgebildetes Fachpersonal in den jeweiligen Einrichtungen.
  • Es braucht Plattformen für den Austausch von Werkzeugen, Informationen und Konzepten für die Verwaltung, für Lehrende und für Lernende. Dozierende müssen diese Plattformen auch nutzen.“
  • Nano Degrees müssen an staatlichen Hochschulen oder Volkshochschulen ermöglicht und gleichzeitig müssen die Teilnehmer*innen finanziell unterstützt werden.
  • Der Heterogenität der IT Landschaft muss ein System mit klaren Zuständigkeiten entgegengesetzt werden.
  • Hochschulen muss die internationale Kooperation und der Austausch von Forschungsdaten durch Erstellung bedienungsfreundlicher Plattformen erleichtert werden.
  • Schulen und Hochschulen müssen medienunterstützte Lehr-Lernprozesse entwickeln, erproben und diese im Hinblick auf ihre Wirkung untersuchen und evaluieren.

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