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Feministische Perspektiven und Antidiskriminierungsstrategien – auch in der Lehrkräfteausbildung!

Trotz aller antidemokratischer, völkischer, pluralismusfeindlicher Reflexe in Deutschland, Europa und der Welt lässt sich die Vielfalt in unserer Gesellschaft glücklicherweise immer weniger leugnen. Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Aussehens mit verschiedenen geschlechtlichen und sexuellen Identitäten, aber auch unterschiedlichen Fähigkeiten, Wünschen und Bedürfnissen begegnen sich tagtäglich in der Bäckerei, im Büro – oder in der Schule. Die Schule ist ein wichtiger gesellschaftlicher Ort für Kinder und Jugendlichen. Hier greift der Staat in die Lebenswelt von jungen Menschen ein, vermittelt Fachwissen fördert Bildung und trägt zur Identitätsentwicklung bei. Umso wichtiger ist es, dass junge Menschen als Schüler*innen durch Teilhabe an einer demokratischen Schulkultur auf ein Leben in einer heterogenen Gesellschaft der Zukunft vorbereitet werden, die beispielsweise nicht einem heteronormativen Geschlechtermodell entspricht, welches Tag für Tag reproduziert wird. Doch leider sind Schüler*innen, aufgrund von Zuschreibungen anderer auf vielfältige Art und Weise, noch immer häufig von Diskriminierung betroffen. Die Konfrontation mit einer Vielzahl an Diskriminierungsformen verlangt besonders von Lehrkräften pädagogische Fähigkeiten, solche Situationen zu erkennen und angemessen zu lösen. Dazu ist für Lehrer*innen umfassendes Wissen über die Hintergründe von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit notwendig. Wie sie Ungleichheiten begegnen entscheidet maßgeblich darüber, wie unsere Gesellschaft in Zukunft aussehen wird.

Trotz dieser großen Verantwortung lernen angehende Lehrer*innen selbst kaum etwas über die Feministische Perspektiven und Antidiskriminierungsstrategien im Rahmen ihres Studiums. Welche Module im Rahmen eines Lehramtsstudiums genau an den Hochschulen angeboten werden, unterscheidet sich von Fall zu Fall, und auch die Ausgestaltung von vorhandenen Angeboten ist nicht vergleichbar, aber in der Regel gibt es kaum oder keine Lehrangebote, die sich schwerpunktmäßig diesen Themen zuwenden. Schlagworte wie Gendermainstreaming und Antirassismus tauchen zwar gegebenenfalls floskelhaft in Studienordnungen und Kursbeschreibungen auf, sollen mitgedacht und auch mal beleuchtet werden, fallen aber angesichts der zu bewältigenden Inhalte zu fachwissenschaftlichen Inhalten und fachdidaktischen Seminaren schnell mal unter den Tisch. Wie man mit Kindern angemessen über sexuelle Orientierungen spricht, wird bestenfalls angehenden Biologielehrer*innen beigebracht, wenngleich dies überwiegend fernab einer Sexualpädagogik der Vielfalt geschieht. Darüber hinaus sind Themen zu feministischen Perspektiven und Antidiskriminierungsstrategien im Handlungsfeld Schule keinesfalls auf Biologie beschränkt, sondern müssen notwendigerweise Einzug in den gesamten Fächerkanon halten. Leider müssen viele Studierende auf fakultative Lehrveranstaltungen zurückgreifen, die nicht immer für die Schulform ausgelegt sind, die sie studieren oder gar auf Bildungsarbeit im Allgemeinen. Nicht zuletzt behandeln viele existierende Lehrveranstaltungen Gender- und Diversity-Kompetenzen als etwas, dass man in einem Semester erlernen und sich dann auf den Lebenslauf scheiben kann, und nicht als essentiellen Baustein für die Vorbereitung der Lehrkräfte auf gesellschaftliche Konflikte und Diskriminierungsformen, die sich auch in der Schüler*innenschaft widerspiegeln. Doch gerade für uns als Juso-Hochschulgruppen sollte feststehen, dass die Bekämpfung von Rassismus, Sexismus und weiteren Diskriminierungsformen Querschnittsthema in Bildungsprozessen und der Lehrkräfteausbildung sein müssen.

Diskriminierung auf den Pausenhöfen

Kindern und Jugendlichen mit (falsch zugeschriebenen) „Migrationshintergrund“ werden oft unterschätzt und an einigen Schulen wird den Kindern sogar vorgeschrieben, ausnahmslos Deutsch zu sprechen. Nicht einmal ein Fünftel aller Schüler*innen mit Förderbedarf besucht eine Regelschule. „Schwuchtel“ oder „Kampflesbe“ sind auch, aber nicht nur auf Schulhöfen immer noch gängige Schimpfwörter.[1] Dass es nicht nur an deutschen Schulen nach wie vor ein großes Antisemitismusproblem gibt, hat bereits ein Antrag auf dem vorletzten Bundeskoordinierungstreffen der Juso-Hochschulgruppen verdeutlicht.[2] Es steht außer Frage, dass dem entgegengewirkt werden muss!

Tatsächlich scheitert Chancengerechtigkeit in den meisten Fällen nicht (nur) an der Politik – auf gesetzlicher Ebene gibt es stellenweise weitreichende Vorgaben zu Gleichstellung und Antidiskriminierung. Das Schulgesetz von Sachsen-Anhalt beispielsweise bestimmt in Paragraph 1 Absatz 2 „dass den Schülerinnen und Schülern Kenntnisse, Fähigkeiten und Werthaltungen zu vermitteln sind, die die Gleichachtung und Gleichberechtigung der Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Abstammung, ihrer Behinderung, ihrer Rasse, ihrer sexuellen Identität, ihrer Sprache, ihrer Heimat und Herkunft, ihrem Glauben oder ihren religiösen und politischen Anschauungen fördern und über die Möglichkeit des Abbaus von Diskriminierungen und Benachteiligung aufklären“.

Das Land Berlin weist in Handreichungen und auf Webseiten für Lehrkräfte darauf hin, dass vorurteilsfreie Information, ein akzeptierendes Umfeld und Ansprechpartner*innen für die Identitätsentwicklung lesbischer, schwuler und bisexueller Jugendlicher förderlich sei, trans* etwas völlig anderes als Homosexualität ist und dass sich Lehrer*innen nicht nur kritisch mit „fremden“, sondern auch mit den eigenen Wertevorstellungen bezüglich Sexualität und Partner*innenschaft auseinandersetzen sollten.[3]

Außerdem enthalten alle Rahmenlehrpläne Abschnitte dazu, wie stereotypes Rollenverhalten von Jungen und Mädchen hinterfragt und überwunden werden soll. In Berlin wird dieses Anliegen bereits seit 2009 durch die vom Abgeordnetenhaus ins Leben gerufene Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“ (ISV) gefördert.

Diskriminierung als Langzeitentwicklung – Das Leben in einer diskriminierenden Gesellschaft

Ganz so einfach ist das natürlich nicht. Ausgrenzung; Verfolgung und Diskriminierung aufgrund konstruierter Zuschreibungen haben eine lange Geschichte, die bis heute unsere gesellschaftlichen Strukturen prägt. Einzig Gesetze reichen nicht aus, um dem zu begegnen, zumal sie immer noch Auslegungsspielraum dafür lassen, was überhaupt als Diskriminierung gilt und die Umsetzung letztendlich immer bei der Lehrkraft liegt.

Die permanente Interaktion der Ein- und Anpassung von Personen in zweigeschlechtliche, heteronormative, patriarchalische durch Auf- und Abwertung strukturierte, hierarchische Verhältnisse in Schule, am Arbeitsplatz, in der Familie oder im politischen Raum sozialisieren und kulturalisieren Menschen. Kurz: wer in einer diskriminierenden Gesellschaft aufwächst, übernimmt fast zwangsläufig deren Denk- und Handlungsweisen. Insbesondere wenn man selbst vom System profitiert fällt es schwer, das eigene Verhalten zu reflektieren und zu revidieren. Davon sind auch Lehrkräfte nicht ausgenommen. Unbedachte Formulierungen, Wahrnehmung von 80 Schüler*innen als Repräsentant*innen einer sozialen Klasse und nicht als Individuen und die damit verbundenen Erwartungen können jedoch schwerwiegende Auswirkungen haben. Durch Benotungen, Schulempfehlungen und persönliche Zuwendung bestimmen sie maßgeblich den Verlauf von Ausbildung und Beruf und damit auch über die Zukunft ihrer Schüler*innen. Die auf ihren Entscheidungen beruhende Segregation verstärkt soziale Ungerechtigkeit zusätzlich. Alltagsdiskriminierung und die ständige Konfrontation mit Vorurteilen können zu Einschüchterung, psychischem Stress, aber auch zur Vermeidung bestimmter Berufsfelder und Interessen führen.

Diversität nachhaltig leben

Um sich frei entwickeln zu können, benötigen Kinder Vorbilder und Ansprechpersonen, die ihre Lebensrealität achten und ihnen alle ihre Möglichkeiten aufzeigen. Lehrkräfte sind dafür verantwortlich, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich alle Schüler*innen sicher und verstanden fühlen und motiviert und gerne lernen. Dazu gehört auch, dass sie ohne Angst vor Sanktionen Kritik äußern und Gefühle ausdrücken können, die auch ernst genommen werden. In diesem Sinne muss auch auf diskriminierendes Verhalten von Mitschüler*innen und Mitgliedern des Kollegiums angemessen reagiert werden. Für Lehrer*innen gilt es dabei immer auch, das Dilemma von Vielfalt zu erkennen: So geht es darum, aufmerksam auf die Unterschiedlichkeit und Vielfalt von Schüler*innen zu sein und sie gleichzeitig nicht auf bestimmte Merkmale, Verhaltensweisen oder Zugänge verallgemeinernd festzuschreiben. Die Dialektik von Verschiedenheit und Gleichheit kann hier zum Tragen kommen.[1] Die Option für Vielfalt impliziert die Option für Gleichheit. Egalität und Diversität werden also nicht als gegensätzlich entworfen, sondern als einander bedingend. So müssen beispielsweise alle Kinder ohne Ausnahme das gleiche Recht auf einen Zugang zu Bildung haben und trotz unterschiedlicher Ausgangslagen im Sinne einer Pädagogik der Vielfalt gemeinsam beschult werden.

Im Hinblick auf Frauendiskriminierung bzw. Frauenunterdrückung sind vorherrschende Geschlechterverhältnisse kritisch zu reflektieren. Inhalt dieser Analyse sollen dabei zu überwindende geschlechtsspezifische Aufgabenzuteilung unter Berücksichtigung von ökonomischen und politischen Einfluss- und Teilhabemöglichkeiten innerhalb der gegenwärtig konzipierten zweigeschlechtlichen Ordnung sein. Die Einordnung der Frau in das kapitalistische System und Patriarchat, die sich gegenseitig bedingen, muss analytisch aufgebrochen werden.

Einzelne Antidiskriminierungsmaßnahmen, die es bereits gibt, bringen jedoch kaum etwas, wenn sich nichts an den zugrundeliegenden Strukturen ändert. Gleichwertigkeit in jedweder Hinsicht muss von Anfang an und immer wieder aufs Neue mitgedacht werden. Wenn der Lehrplan für den Sachkundeunterricht anweist, dass der Kalender und Feiertage behandelt werden sollen, jedoch nur christliche Feste zur Sprache kommen, das Kollegium bis auf den Schulleiter weiblich ist, Lehrkräfte nicht offen homosexuell leben können und die Familien in den Arbeitsheften immer einen Vater und eine Mutter haben, dann nehmen Kinder das wahr und ziehen still ihre eigenen Schlüsse. Bei der Auswahl von Literatur ist auf ein vielfältiges Angebot jenseits der "deutschen Klassiker" zurückzugreifen und darüber hinaus jedes Werk kritisch einzuordnen sowie gerade bei Belletristik die Subjektivität der Autor*innen zu betonen. Die Behandlung von Menschen als minderwertig wird durch Unterrepräsentation, mangelnde Information und sprachliche Herausstellung und Abwertung als „anders“ ermöglicht und legitimiert.

Darüber hinaus sind feministische Perspektiven und Antidiskriminierungskompetenzen auch bei der Zusammenarbeit im Kollegium und mit den Familien der Schüler*innen unerlässlich – einerseits, weil sie selbst von Diskriminierung betroffen sein können, andererseits, weil Schulen als explizit demokratisch, diskriminierungsarm und pluralistisch ausgerichtete Institutionen in Familien und Gesellschaft hineinwirken können und müssen!

Damit Lehrkräfte das leisten können, ist fundiertes Wissen nötig. Zu den Themen geschlechtliche Identität und sexuelle Orientierung kursieren bis heute eine Menge Gerüchte und Missverständnisse, die erst einmal aus dem Weg geräumt werden müssen, um überhaupt erst über die gesellschaftlichen Hintergründe von Diskriminierung sprechen zu können. Gerade, aber nicht nur im Hinblick auf die Kategorien Geschlecht und Sexualität wird die öffentliche Debatte häufig theoriefern und aus einer ausschließlich moralisch-normativen Perspektive heraus geführt. Wichtig ist, dass einerseits mit den auf die Differenzkategorien bezogenen Normen gearbeitet und um die Durchsetzung der eigenen Sichtweise gestritten wird, aber andererseits die Auseinandersetzung theoriegleitet geführt wird, um die Diskurshegemonie keinen rechten Gruppierungen zu überlassen.

Egal was für einen Hintergrund die künftigen Lehrkräfte haben: Rassismus und Nationalismus sind in allen politischen Lagern keine Seltenheit. Auch eine Aufarbeitung der deutschen Kolonialvergangenheit ist dringend vonnöten, um erkennen zu können, wie sich die ökonomische und soziale Ausbeutung der ehemaligen Kolonien auch heute noch auf die Beziehungen zu und den Blick auf Länder des globalen Südens auswirken. Drei Jahrzehnte als Kolonialreich prägen den Blick der „westlichen Welt“ insbesondere auf Afrika bis heute, außerdem profitiert Deutschland nach wie vor von geraubten Besitztümern und fortbestehenden Machtbeziehungen.

Ebenso muss darüber gesprochen werden, wie frühe Anzeichen rechter Ideologie und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit bei Schüler*innen anhand einschlägiger Symbolik und Modelabeln erkannt und wie Alternativen und Ausstiegsmöglichkeiten aufgezeigt werden können.

Unsere Forderungen an die Hochschulen

Diskriminierung zu überwinden ist ein übergreifendes Bildungsziel. Ein Anliegen muss sein, neben dem moralisch-normativen auch den subjektkonstituierenden Aspekt von Bildung in Erinnerung zu rufen sowie zu fragen, wie es gelingen kann, mit Blick auf feministische Perspektiven und Antidiskriminierungsstrategien Lernprozesse anzuregen, die Adressat*innen von Bildung und Ausbildung in ihrem Verhältnis zur Welt, zu anderen und zu sich selbst bewegen – und damit dem tieferen Gehalt des Bildungsbegriffs folgen.

Deshalb fordern wir Lehrveranstaltungen zur Sensibilisierung für feministische Perspektiven und Antidiskriminierungsstrategien in allen Lehramtsstudiengängen, die aufgeklärte, reflektierte und tolerante Lehrkräfte und somit auch Schüler*innen hervorbringen können. Die Hochschulen müssen endlich die existierende Forschung in der Lehre umsetzen (und stets weiterentwickeln) und dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz, Antidiskriminierungs-Paragraphen in den Schulgesetzen und den Diversitätsansätzen in den Rahmenlehrplänen der Schulen gerecht werden. Weiterhin müssen die Hochschulen diese Inhalte auch über Fortbildung für im Beruf stehenden Lehrer*innen anbieten, sodass diese neuen Erkenntnisse auch die erreicht, die bereits seit vielen Jahren Schüler*innen ausbilden. In einer sich ständig verändernden Gesellschaft muss diese aktuelle Forschung auch in die laufende Schulpraxis getragen werden, sodass alle Generationen von Lehrer*innen Schüler*innen für feministische Perspektiven und Antidiskriminierungsstrategien mit aktuellen didaktischen Methoden sensibilisieren können.

Diese Lehrveranstaltungen müssen

  • in die Studienordnungen integriert werden und auf das Lehramt zugeschnitten sein.
  • aus einem freiheitlich-demokratischen Verständnis heraus Vielfalt aufgrund des Rechtes der freien Entfaltung der Persönlichkeit positiv bewerten und schützen und die politische Dimension herausstellen.
  • theoriegeleitet sein und die Relevanz des Zusammenspiels von Identität und Macht, Emanzipation und Dynamisierung herausarbeiten und Normativität und Ambivalenz als zentrale Herausforderung der Pädagogik behandeln.
  • auf alle Diskriminierungsformen, sei es Benachteiligung und Ausgrenzung aufgrund von 157 geschlechtlicher Identität, sexueller Orientierung, ethnischer Herkunft (einschließlich Sprache, Aussehen, Kultur…), Behinderung oder chronischer Krankheit, „sozialer Herkunft“, Religion oder Weltanschauung eingehen.
  • Vielfalt als Thema und Vielfalt als didaktischer Ansatz beinhalten und den Anspruch vertreten, die verschiedenen Differenzkategorien zusammen zu denken und zu berücksichtigen.
  • Abstand davon nehmen, Diskriminierungen durch Nicht-Benennung unsichtbar zu machen, indem eine Diskriminierungsform unter eine andere subsumiert wird (z. B. Antisemitismus unter Rassismus).
  • verschiedene feministische Perspektiven und Antidiskriminierungsstrategien behandeln und herausstellen, dass Diversity Management im Sinne einer positiven Wertschätzung vielfältiger Lebensweisen, um diese für den Unternehmenserfolg nutzbar zu machen, nicht im Zeichen bildungspolitischer Ziele steht.
  • fundiertes Wissen vermitteln, mit Vorurteilen und Stereotypen aufräumen und erklären, wie Ungleichheit und Diskriminierungen entstehen.
  • zum kritischen Reflektieren der eigenen Privilegien, Denk- und Handlungsweisen sowie gesellschaftliche Normen, Stereotypen und Vorurteile anregen und Schüler*innen ermuntern diskriminierende Verhaltensweisen nicht als Norm zu akzeptieren, sondern sich gegen diese auszusprechen.
  • Praxismethoden für eine inklusive und nicht-diskriminierende Unterrichtsgestaltung und didaktische Kompetenzen im Hinblick auf den Umgang mit Material zu den Feministische Perspektiven und Antidiskriminierungsstrategien vermitteln.
  • auf bestehende Projekte wie z.B. den „Queer History Month“ in Berlin hinweisen. und die Zusammenarbeit mit bzw. Unterstützung durch Stiftungen und Initiativen suchen, welche sich dem Kampf gegen Diskriminierung verschrieben haben. In diesem Kontext ist es unerlässlich, für eine auskömmliche Finanzierung solcher Einrichtungen zu streiten. Politische Tendenzen, die dem entgegenwirken, lehnen wir ab.
  • erläutern, wie frühe Anzeichen für Identifikation mit rechtem Gedankengut, antidemokratischer und ausgrenzender Ideologie bei Schüler*innen erkannt werden können und wie dem begegnet werden kann.
  • Hilfen für den Umgang mit diskriminierenden Vorfällen im Unterricht, dem Lehrer*innenzimmer und beim Elternabend geben – dabei muss der Schutz von Betroffenen immer im Vordergrund stehen.
  • Daneben müssen selbstverständlich auch feministische Aspekte und vielfältige Perspektiven in sämtlichen Lehrveranstaltungen aller Fachrichtungen fortgesetzt und ausgebaut werden.


[1] Das dialektische Verhältnis von Gleichheit und Verschiedenheit pointiert Hannah Arendt: Sie sind zwar dasselbe, nämlich Menschen, aber keiner dieser Menschen gleicht je einem anderen (vgl. Arendt (1967): Vita Activa oder vom tägtigen Leben, München: Piper.)



[1] einen Überblick gibt z.B.: Diskriminierung im Bildungsbereich und im Arbeitsleben. Zweiter Gemeinsamer Bericht der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und der in ihrem Zuständigkeitsbereich betroffenen Beauftragten der Bundesregierung und des Deutschen Bundestages

[2] BKT 2018/1 in Frankfurt: Das Problem heißt Antisemitismus – Gegen Antisemitismus an Schulen und Hochschulen (http://www.jusohochschulgruppen.de/meldungen/beschluesse/beschluss.html?&object=381)

[3] z.B. hier: Handreichung auf Bildungsserver: Allgemeine Hinweise zu den Rahmenplänen für Unterricht und Erziehung in der Berliner Schule A V 27

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