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JU begibt sich auf hochschulpolitisches Glatteis

Zum „Deutschlandtag“ der Jungen Union in Rostock an diesem Wochenende erklärt Kilian Krumm vom Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

"Mit der Forderung, die verfasste Studierendenschaft abzuschaffen, begibt sich die Junge Union auf hochschulpolitisches Glatteis. Wer in einer Beschlusslage einerseits ein Bekenntnis zu einer aktiven Demokratie abgibt und andererseits über 2 Millionen Studierenden an öffentlichen Hochschulen die Mitbestimmung klauen will, macht sich unglaubwürdig. Wenn schon der eigene Studierendenverband RCDS gegen die Abschaffung der verfassten Studierendenschaft ist, muss die Junge Union sich die Frage gefallen lassen, für wen sie denn eigentlich Politik macht. In der Sache hat sich das Modell Verfassten Studierendenschaften bewährt. VS-Gremien übernehmen Verantwortung für die politische Vertretung und kulturellen Belange von Studierenden und haben bei öffentlichen Institutionen eine angesehene Beratungs- und Mitbestimmungsrolle. Auch das Solidarmodell des Semestertickets, das gerade in Zeiten knappen Wohnraums, wenn viele Studierende zum Pendeln gezwungen werden, wichtig ist, würde es laut JU nicht mehr geben. Soweit wird es wohl nicht kommen – denn glücklicherweise leben wir in einer demokratischen Gesellschaft und können selbst bestimmen, welche Politik umgesetzt wird.“

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