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Noch viel zu tun in Sachen Chancengleichheit!

Regelmäßig veröffentlicht die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) einen umfassenden Bericht zur Lage der Bildung in den OECD-Ländern. In dieser Woche wurden der Bericht für 2012 vorgestellt. Die Zahlen zeigen: In Sachen Chancengleichheit und Aufstiegschancen im Bildungssystem hat Deutschland noch einiges nachzuholen! Ganze 22% der jungen Menschen bleiben mit ihrem Bildungsabschluss hinter dem Abschluss der Eltern zurück, nur 20% schaffen einen höheren Abschluss als ihre Eltern. Es gibt zwar im Vergleich zu anderen OECD-Staaten weniger junge Menschen, die aus dem Bildungssystem heraus fallen. Trotzdem haben 2010 noch 6.5% der Schülerinnen und Schüler ohne Abschluss die Schule verlassen. Das sind keine Zahlen, die nun auch noch als Erfolg gefeiert werden sollten. Der Ländervergleich der OECD macht zudem auch wieder deutlich, dass in Deutschland noch immer viel zu wenig in Bildung investiert wird. Die stark steigenden Studierendenzahlen in den letzten Jahren verlangen ebenfalls nach mehr Investitionen, die aber noch immer ausbleiben. Alleine bis 2015 müssen mindestens 635.000 neue Studienplätze geschaffen werden, um den StudienbewerberInnen gerecht zu werden. Statt nun die kleinen Verbesserungen zu feiern, die es in den letzten Jahren gegeben hat, würde Frau Schavan besser daran tun, endlich dafür zu sorgen, dass Durchlässigkeit im Bildungssystem geschaffen wird. Dazu gehört auch der Ausbau von Studienplätzen, die weitere Öffnung von Hochschulen ohne formale Hochschulreife und die Schaffung adäquater sozialer Rahmenbedingungen, die auch Kindern aus finanziell schwachen Familien ein Studium ermöglichen! Hier gibt’s die ganze Studie: http://www.keepeek.com/Digital-Asset-Management/oecd/education/bildung-auf-einen-blick-2011-oecd-indikatoren_eag-2011-de Weitere Links: http://www.bmbf.de/de/20074.php http://www.fr-online.de/politik/oecd-studie-deutsches-bildungssystem-nur-mittelmass,1472596,17222808.html

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