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Massive Kürzungen bei Sachsens Hochschulen

Ende des letzten Jahres hat der Landtag in Sachsen einen Hochschulentwicklungsplan verabschiedet, mit dem massive Einsparungen an den Hochschulen erreicht werden sollen. Die Sparmaßnahmen umfassen auch drastische Stellenkürzungen – bis zu 1000 Stellen sollen bis 2020 gestrichen werden. Außerdem werden ganze Studiengänge geschlossen, an der Uni Leipzig beispielsweise werden wohl neben der Pharmazie weitere Studiengänge dem Sparplan zu Opfer fallen. Tausende Studierende sowie Schülerinnen und Schüler sind jetzt in Sachsen auf die Straße gegangen, um Widerstand gegen die Einsparpolitik zu leisten. Die Landesregierung begründet ihren Sparplan mit demographischen Entwicklungen und den Rückläufigen AbiturientInnen-Zahlen in Sachsen. Dabei wurde wohl nicht berücksichtigt, dass die Kapazitäten an den Hochschulen schon jetzt nicht ausreichen, um allen, die studieren wollen, auch einen Studienplatz bieten zu können. Außerdem kann die Qualität des Studiums unter Bedingungen von Einsparungen und Personalmangel wohl kaum gleichbleibend gewährleistet und schon gar nicht verbessert werden. Hinzu kommt, dass für die nächsten Jahre bundesweit steigende Zahlen an Hochschulzugangsberechtigten absehbar sind und generell die Studierneigung steigt. Bund und Länder müssen zusammen daran arbeiten, wie auf die steigenden Zahlen an StudienberwerberInnen angemessen reagiert werden und die zusätzlichen Studienplätze geschaffen werden können. Dabei ist ein Alleingang einzelner Bundesländer mit massiven Kürzungen wenig sinnvoll. Die Sparpolitik der sächsischen Landesregierung ist unter diesen Umständen nicht akzeptabel und muss rückgängig gemacht werden, bevor die massiven Maßnahmen in Kraft treten!

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