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Bundesweite Bildungsproteste im Herbst

Im Hinblick auf das Wintersemester kündigen sich chaotische Zustände an den Hochschulen an. So viele StudienanfängerInnen wie noch nie lassen die Studienplatzkapazitäten der Hochschulen aus allen Nähten platzen. Das liegt vor allem auch daran, dass zusätzliche Studienplätze nicht ausreichend finanziert werden. Zusätzlich sind auch Investitionen in die soziale Infrastruktur notwendig, um einen angemessenen Studienalltag zu ermöglichen. Die Zuspitzung der Situation an den Hochschulen sowie massive Missstände im gesamten Bildungssystem haben schon seit einigen Monaten junge Menschen zusammengebracht, um über weitere Bildungsproteste nachzudenken. Bei einer bundesweiten Bildungsstreikkonferenz in Berlin Mitte September  haben sich Vertreterinnen und Vertreter von Studierenden, SchülerInnen und Auszubildenden getroffen und sich nach langen Diskussionen auf einen Aufruf zu Bildungsprotesten im Herbst geeinigt. Dieser enthält unter anderen die Forderungen nach mehr Studienplätzen, einem Master für Alle und gebührenfreier Bildung – von der Kindertagesstätte bis zur Hochschule. Außerdem werden auch Gemeinschaftsschulen und die Übernahme nach der Ausbildung gefordert. Wir Juso-Hochschulgruppen haben den Prozess begleitet und unterstützen den Aufruf zu Bildungsprotesten am 17. November. Wir hoffen zusammen mit den anderen Aufrufenden, dass sich vor Ort Bündnisse bilden und den Protest organisieren werden. So gibt es etwa in München, Köln, Berlin, Potsdam, Kiel, Bonn und Darmstadt schon aktive Gruppen. Wir rufen dazu auf, dass auch die Juso-Hochschulgruppen vor Ort die Proteste unterstützen. Der Aufruf wird bald auf www.bildungsstreik.net zu finden sein und kann dann dort auch unterzeichnet werden.

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