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Schwarz Gelb macht Versicherungen teurer

Die Versicherungsbeiträge, die alle gesetzlich versicherten Studierenden über 25 zahlen müssen, sind zum 01.04.2011 teurer geworden. Studierende müssen seitdem 77,60 Euro monatlich für Krankenkasse und Pflegeversicherung zahlen. Das sind 13,24 Euro mehr als noch im Herbst 2010. Dazu kommen noch die von einigen Krankenkassen erhobenen Zusatzgebühren in einer Höhe von etwa 8 Euro im Monat. Die Gründe für die Beitragssteigerung liegen zum einen in der BAföG-Erhöhung. Durch sie und die Pauschalisierung des Mietzuschusses hat sich die Bemessungsgrundlage für die Beiträge von 512 auf 597 Euro erhöht. Ein weiterer Grund ist die Schwarz-Gelbe Gesundheitspolitik. Im Rahmen dieser wurden alle Versicherungsbeiträge zum Anfang des  Jahres von 14,9 auf 15,5 Prozent erhöht und dazu die Deckelung der Zusatzbeiträge aufgehoben. Der Endeffekt ist, dass von der BAföG-Erhöhung für viele fast nichts übrig bleibt, da das Geld mehr oder weniger direkt in die erhöhten Versicherungsbeiträge fließt. Für alle nicht BAföG-Berechtigten sieht die finanzielle Lage ebenfalls schlechter aus. Es ist unverständlich, warum gerade Studierende als Gruppe mit generell eher geringen finanziellen Mitteln vermehrt belastet werden. Dies zeigt wieder einmal ganz deutlich, wie unsolidarisch die Bildungs- und Gesundheitspolitik der gegenwärtigen Regierung ist.

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