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Bildungspolitischer Amoklauf in der Union

„Die Sparvorschläge von Roland Koch zeigen, dass die Union in der Bildungspolitik immer noch nichts verstanden hat. Statt endlich ein seit Jahrzehnten unterfinanziertes und sozial selektives Bildungssystem zu reformieren, benutzt es die Union als Steinbruch, um die Folgen der Finanzmarktkrise zu finanzieren.“, sagte Jan Krüger, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen. Auf der Bologna-Konferenz am Montag, den 17. Mai, werden BMBF, KMK und HRK zusammen mit Studierenden über eine Verbesserung der Bologna-Studiengänge beraten. „Wir erwarten, dass Frau Schavan am Montag deutlich macht, dass Herr Koch mit seiner Meinung in der CDU eine Minderheit vertritt. Das Bundesministerium muss stattdessen mehr Geld für die Hochschulen bereitstellen.“, ergänzte Krüger.

Auch von KMK und HRK werden Zusicherungen erwartet, wie sie zur Verbesserung der neuen Studiengänge beitragen können. „Eine bessere finanzielle Ausstattung der Hochschulen vom Bund ist eine wichtige Grundlage aber nicht ausreichend, solange nicht die Länder den Studierenden mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten einräumen und die Hochschulen ihre Studienordnungen unter qualitativen Aspekten überarbeiten.“, so Krüger abschließend.

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