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Diplomatische Floskeln können Scheitern des Gipfels nicht verbergen!

Zu den Ergebnissen des G8-Gipfels in Heiligendamm stellt der Juso-Bundesvorsitzende Björn Böhning fest: Angela Merkel ist an ihren eigenen Ansprüchen gescheitert. Statt verbindlicher Zielvorgaben für den Klimaschutz wurden diplomatische Floskeln verabschiedet, hinter denen sich alle verstecken können. Den Opfern des Klimawandels nützen solche Ergebnisse nichts. Wenn nun „ernsthaft in Betracht gezogen“ wird, die Reduktion der Treibhausgase bis 2050 voranzutreiben, dann wird dies den dramatischen Klimaproblemen, die uns drohen, nicht gerecht. Ein erfolgreicher Gipfel hätte verbindliche Ziele und konkrete Schritte für die nächsten Jahre festgelegt. Die Bundesregierung ist jetzt gefordert, mit möglichst vielen Partnerländern verbindliche Ziele festzulegen und bei ihnen für eine gemeinsame und nachhaltige Politik zu werben. Inszenierte Veranstal-tungen wie der G8-Gipfel in Heiligendamm produzieren vielleicht schöne Fernsehbilder von Regierungschefs im Strandkorb, ernsthafte politische Erfolge bringen sie aber nicht. Das Ergebnis des G8-Gipfels ist leider wie immer: Wachsweiche Vereinbarungen zur Armutsbekämpfung und zum Klimaschutz, harte Ergebnisse im Wirtschaftsbereich. Die ökonomische Seite der Globalisierung wird aktiv gestaltet, soziale Dimensionen beim Abendessen verspeist. Es ist gut, dass viele tausende Menschen in Heiligendamm und Umgebung auf das Scheitern der G8 hingewiesen haben.

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