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Keine Aufweichung des Jugendarbeitsschutzes!

Anlässlich der zweiten und dritten Lesung FDP-Antrags zu Änderungen am Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) erneuert der Juso-Bundesvorsitzende Björn Böhning seine Kritik an der vorgeschlagenen Flexibilisierung: Die FDP will Azubis zu rechtlosen Gesellen machen. Es ist gut, dass dieses Vorhaben im Bundestag eine breite Ablehnung erfahren hat. Denn Ausbildungsplätze werden nicht durch Entrechtung, sondern nur durch unternehmerische Verantwortung geschaffen. Es gibt keine schlüssige Argumente, die eine Verschlechterung der bisherigen Regelungen rechtfertigen würden. Die gilt insbesondere für Arbeitszeitausweitungen, Schichtverlängerungen, Verkürzungen der Nachtruhe sowie die Öffnung für Wochenendarbeit. Statt über eine Verschlechterung des JArbSchG sollten wir besser über eine Ausweitung desselben sprechen. Dazu gehören beispielsweise eine Heraufsetzung des Alters auf 21 sowie ein Abbau von Ausnahmeregelungen.
Die Jusos stellen sich gegen jegliche Verschlechterung des Jugendarbeitsschutzes. Schutzrechte junger Menschen sind kein vermeintliches Hindernis zur Schaffung von zusätzlichen Ausbildungsplätzen, sondern die Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheitsschutz für eine qualitativ anspruchsvolle Berufsausbildung! Die Jusos stehen für einen effektiven und zeitgemäßen Jugendarbeitsschutz. Die geltenden Bestimmungen müssen daher verfestigt bzw. ausgebaut werden. Daher werden sie sich jeglicher Verschlechterung vehement entgegen stellen und fordern die SPD auf, dem Beschluss des Parteivorstandes von September 2006 innerhalb der Bundesregierung Nachdruck zu verleihen.

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