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Ein breites Bündnis ist nötig, um die Welt zu bewegen!

Fraktionierung auf die ein oder andere Weise ist kontraproduktiv! Zur Debatte um die Unterzeichung des Aufrufs zur internationalen Großdemonstration in Rostock am 2. Juni und den Rückzug der Grünen vom Aufruf erklärt der Juso-Bundesvorsitzende Björn Böhning: Eine andere Welt ist möglich, wenn ein breites Bündnis die Staats- und Regierungschefs zum Handeln gegen die ungerechte Globalisierung auffordert. Die Jusos werden sich weiter an friedlichen Protestaktionen gegen den G8-Gipfel und für eine sozial gerechte Weltwirtschaftsentwicklung beteiligen. Dazu ist ein plurales Bündnis erforderlich, in dem sich unterschiedliche Sichtweisen versammeln. Nicht jede einzelne Meinung muss man dabei teilen, die Fraktionierung und Vereinzelung der Bewegung jedoch wird nur der Macht des Stärkeren Vorschub leisten. Deshalb kritisieren die Jusos den Rückzug der Grünen von dem Bündnis gegen den G8-Gipfel. Was die Grünen derzeit veranstalten ist wankelmütig und zeugt von einem außerordentlichen Duckmäusertum. Wegen eines einzelnen Satzes ein breites und friedlich orientiertes Bündnis zu verlassen, ist ein politischer Irrweg. Offensichtlich ist die Globalisierungskritik bei den Grünen mittlerweile zum Randthema geworden. Die Jusos stehen weiter zu einem Aufruf, in dem es heißt: „Globalisierung im Interesse der Menschen bedeutet faire Beziehungen zwischen Industrie- und Entwicklungsländern, bedeutet Frieden, Gerechtigkeit, soziale Sicherheit, Demokratie und Bewahrung der Lebensgrundlagen des Planeten für die nächsten Generationen.“ Gleichzeitig wenden sich die Jusos gegen alle Versuche der Linkspartei, die globalisierungskritische Bewegung zu fraktionieren. Die Spaltung der Bewegung aus kurzfristigen parteitaktischen Erwägungen heraus, ist kontraproduktiv. Diese Abspaltungsversuche der Linkspartei werden die Aktionen für Frieden und soziale Sicherheit auf der Welt erheblich schwächen. Die Jusos rufen alle globalisierungskritischen Kräfte auf, sich weiter an den Protesten gegen den G8-Gipfel zu beteiligen und das plurale Bündnis nicht zu gefährden!

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