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Munoz liegt richtig - SPD muss Farbe bekennen!

Zu der morgigen Veröffentlichung des Abschlussberichts von UN-Menschenrechtsinspektor Munoz und den Reaktionen von Kultusministerkonferenz und Bundesregierung, erklärt Martin Timpe vom Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen: Wir teilen die Kritik von Venor Mundoz an der unsinnigen Aufteilung von Schülerinnen und Schülern nach der vierten Klasse. Chancengleichheit wird von diesem an einer Ständegesellschaft orientierten Schulsystem aktiv verhindert. Besonders Jugendliche, die von ihrem Elternhaus her nicht schon für den Besuch eines Gymnasiums prädestiniert sind, werden systematisch benachteiligt. Wir fordern ein Schulsystem, das Chancengleichheit verwirklicht. Wir wollen eine Schule für alle Schülerinnen und Schüler von der ersten bis zur zehnten Klasse. Die SPD hat längst erkannt, dass diese Forderung richtig ist. Sie muss nun Farbe bekennen! Das neue Grundsatzprogramm muss die klare Zielvorstellung einer gemeinsamen Schule für alle vorsehen - und zwar nicht erst im Jahr 2050. Den verantwortlichen BildungspolitikerInnen beider großen Parteien fällt nichts Besseres ein, als "eine der größten Herausforderungen für das deutsche Bildungssystem" zu beschwören. Sie versprechen zum 100. Mal, die "Abhängigkeit von Bildungserfolg und sozialer Herkunft durchbrechen" zu wollen. Im Sinne der Jugendlichen, die Jahr für Jahr an den Hürden des dreigliedrigen Schulsystems scheitern, sagen wir: Es reicht! Den Versprechen müssen jetzt Taten folgen.

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