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Juso-Hochschulgruppen fordern Qualität und Chancengleichheit für alle und kritisieren Elite-Denken

Nach einer lebhaften Diskussion mit dem Darmstädter Eliteforscher Prof. Dr. Michael Hartmann bekräftigten die Juso-Hochschulgruppen auf ihrem Bundeskoordinierungstreffen ihre Ablehnung der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern. Die Delegierten aus dem ganzen Bundesgebiet, die sich am vergangenen Wochenende in Stuttgart trafen, forderten, dass Chancengleichheit das zentrale Ziel bildungs- und hochschulpolitischer Entscheidungen sein müsse. Den Elitegedanken, der systematisch auf Ungleichheit setze, lehnten die Delegierten dagegen ab. Das deutsche Hochschulsystem zeichne sich gerade dadurch aus, dass es in der Breite eine hohe Qualität in Forschung und Lehre biete. Um dies zu erhalten, muss die Exzellenzinitiative umgehend gestoppt werden. Daneben war ein weiteres zentrales Thema des Treffens der "Bremer Entwurf" für ein neues Grundsatzprogramm der SPD. Die Delegierten beschlossen dazu zahlreiche Forderungen. So wollen die Juso-Hochschulgruppen einen umfassenden Bildungsbegriff und die Verankerung der Gemeinschaftsschule von der ersten bis zur zehnten Klasse im SPD- Programm. Darüber hinaus muss eine klare Festlegung auf deutlich höhere öffentliche Ausgaben für Bildung im neuen Grundsatzprogramm, das im Herbst 2007 beschlossen werden soll, enthalten sein. Die in Stuttgart versammelten Vertreterinnen und Vertreter der bundesweit über 70 Juso-Hochschulgruppen wählten darüber hinaus einen neuen Bundesgeschäftsführer. Der 25jährige Ernest Hammerschmidt aus Aachen wird im Februar die Nachfolge von Daniel Thürauf antreten, der den Studierendenverband der SPD drei Jahre lang als Geschäftsführer begleitet hatte und von dem die Delegierten sich mit großer Herzlichkeit verabschiedeten. Darüber hinaus wurde die 22 Jahre alte Studentin Katharina Flechsig aus Göttingen in den Bundesvorstand gewählt.

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