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Bafög-Sätze endlich erhöhen!

Zur heutigen Beratung des BAföG-Berichts im Bundeskabinett erklärt der Juso-Bundesvorsitzende Björn Böhning: Der BAföG-Bericht zeigt: Nach fünf Jahren Stillstand beim BAföG ist Handeln gefragt. Die Freibeträge und BAföG-Sätze müssen dringend erhöht werden. Andernfalls droht ein stilles Ausbluten dieser Studienförderung. Das schadet der Chancengleichheit im Bildungssystem und verringert weiter die Zahl der Studienfänger. In dieser Situation das BAföG nicht zu erhöhen, ist unverständlich und unverantwortlich! Seit 2002 wurden die BAföG-Sätze nicht mehr angepasst. Und das trotz steigender Lebenshaltungskosten. Faktisch ist das BAföG damit gesunken. Den Studierenden steht immer weniger Geld zur Verfügung, um beispielsweise ihre steigenden Mietkosten zu bezahlen. Durch die Mehrwertsteuer werden die Kosten weiter steigen. Die Folge ist, dass immer mehr Studierende trotz BAföG neben dem Studium arbeiten müssen. Die BAföG-Reform 2002 hat vielen jungen Menschen aus einkommensschwächeren Familien ein Studium erst ermöglicht. Dieser Erfolg der SPD-Politik darf jetzt nicht durch ein langsames Ausbluten des BAföG gefährdet werden. Welche gravierenden sozialpolitischen Folgen ein Einfrieren der BAföG-Sätze hat, konnte man in der Regierungszeit Kohl sehen: Die Zahl der Studierenden aus Arbeiterfamilien ging kontinuierlich zurück. Wir Jusos fordern die Erhöhung und Ausweitung des BAföG. Gemeinsam mit Bündnispartnern haben wir dafür die Kampagne „BAföG rauf!“ (www.bafoeg-rauf.de) gestartet, um unserer Forderung Nachdruck zu verleihen.

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