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Keine Einschränkung beim Jugendarbeitsschutzgesetz!

Zu den Bestrebungen der FDP und des Saarlandes zur „Flexibilisierung“ des Jugendarbeitschutzgesetzes erklärt der Juso-Bundesvorsitzende, Björn Böhning: Die Vorschläge der FDP-Bundestagsfraktion und des Saarlandes stellen eine erhebliche Gefährdung des Jugendarbeitschutzes dar. Mit Arbeitszeitausweitungen, Schichtverlängerungen, Verkürzungen der Nachtruhe sowie der Öffnung für Wochenendarbeit werden Azubis zu billigen Arbeitskräften erklärt. Damit soll das Jugendarbeitsschutzgesetz zu einem „Jugendarbeitsschuftgesetz“ erklärt werden. Die FDP will Auszubildende zu „rechtlosen Gesellen“ machen. Die Jusos stellen sich gegen jegliche Verschlechterung des Jugendarbeitsschutzes. Schutzrechte junger Menschen sind kein vermeintliches Hindernis zur Schaffung von zusätzlichen Ausbildungsplätzen, sondern die Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheitsschutz für eine qualitativ anspruchsvolle Berufsausbildung! Die Erfahrungen der vergangen Jahre zeigen: Trotz der Lockerung rechtlicher Bestimmungen für Auszubildende haben die Unternehmen in den letzten Jahren keine zusätzlichen Ausbildungsplätze geschaffen. Im Gegenteil: Die Ausbildungslücke wird immer größer.
Der SPD-Parteivorstand hat sich bereits im September einstimmig dafür ausgesprochen, das Jugendarbeitsschutzgesetz zu erhalten und lehnt Einschränkungen ab. Zur Schutzfunktion des Jugendarbeitsschutzgesetzes gehören dabei insbesondere: • Keine Anhebung der Höchstarbeitszeiten (Nachtarbeit, Sonn- und Feiertagsarbeit) • Erhalt der 5-Tage-Woche mit einer maximalen Wochenarbeitszeit von 40 Stunden • Angemessene Ruhepausen von 60 Minuten bei mehr als 6 Stunden Arbeit am Tag • Die Freistellung der Azubis an Berufschultagen • Ein großzügigerer Freiraum beim Urlaubsanspruch

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