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Hochschulgebühren (Unterstützung des Aufrufs des Aktionsbündnisses gegen Studiengebühren Baden-Württemberg)

Für das Recht auf Bildung! Nein zu Studiengebühren! Wir lehnen die vorgeschlagenen Maßnahmen der Haushaltsstrukturkommission zur Umgestaltung des Hochschulsystems ab und fordern die Fachressorts der Landesregierung und die Mitglieder des Landtags auf, von einer Beschlussfassung und Umsetzung abzusehen. Für ein offenes und sozial durchlässiges Bildungssystem Wie die internationale PISA-Studie belegt hat, sind die Zugangsmöglichkeiten zur Bildung in der Bundesrepublik stark von der sozialen Herkunft abhängig. Ziel muss sein, das gesamte Bildungssystem neu zu gestalten, um soziale Durchlässigkeit herzustellen. Für ein gebührenfreies Studium Wir lehnen Studiengebühren ab, da sie den bereits in Kindergarten und Schule eingeschlagenen Weg der sozialen Selektion in den Hochschulen fortsetzen. Dies gilt auch für so genannte nachlaufende Studiengebühren: Diese verstärken das ungleiche finanzielle Risiko für den eigenen Bildungsweg. Wir fordern daher das Land auf, von der Erhebung jeglicher Studiengebühren wie auch Verwaltungsgebühren abzusehen und die so genannten "Langzeitstudiengebühren" abzuschaffen. Für den allgemeinen Hochschulzugang Wir wollen, dass der reguläre Hochschulzugang durch den Rechtsanspruch der allgemeinen Hochschulreife garantiert ist. Die Errichtung weiterer Hürden wie Eignungsfeststellungsverfahren beim Hochschulzugang durch die Landesregierung lehnen wir ab. Die politische Zielsetzung bleibt weiterhin: Einen Studienplatz für jedeN StudierwilligeN. Bildung ermöglicht der/dem Einzelnen sowohl, an gesellschaftlichen Willensbildungsprozessen teilzunehmen als auch ihr/sein Leben selbstbestimmt zu gestalten. Insofern erfüllt Bildung einen primär gesellschaftlichen Zweck. Der Staat muss seinen Bildungsauftrag wahrnehmen und das Bildungswesen sozial gerecht, öffentlich finanziert und frei zugänglich gestalten.

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