Inhalt


©

Preissystem der Deutschen Bahn AG

Die Deutsche Bahn ist durch ihre Privatisierung zu einem rein nach den Prinzipien der Gewinnmaximierung arbeitenden Unternehmen umfunktioniert worden. Die Folgen dieser Privatisierung der Bahn sind unter anderem:- ein massiver Abbau von Arbeitsplätzen, aktuell ist das Werk Opladen von der Schließung bedroht. - Eine Privatisierung von Gewinnen (Thalys, Metropolitan) und die Sozialisierung von Verlusten (Bezuschussung durch sonst nicht an den Nahverkehr angebundene Gemeinden) - Eine Verschlechterung des Service-Angebotes - Ein neues, sozial ungerechtes Preissystem, das wie folgt von den Juso-HSGen beschrieben und zu dem folgenden Änderungen gefordert werden.

Das Preissystem der Deutschen Bahn AG jugendfreundlicher gestalten

Die Juso-Hochschulgruppen lehnen das neue Preissystem der Deutschen Bahn AG in seiner jetzigen Form ab. Jugendliche und Studierende werden durch die Preisreform besonders benachteiligt. Durch die Abschaffung des Twen-Tickets, das früher einen Rabatt von 25% gewährte, die Streichung der im Preis reduzierten BahnCard oder die erhebliche Reduzierung der kostengünstigen Alternative InterRegio, um nur einige Beispiele zu nennen, macht sie mit zu den Verlierern der Reform. Auch durch die fehlende Frühbucherrabatte im Nah- und Regionalverkehr werden Jugendliche und Studierende benachteiligt, da gerade diese Züge früher gerne als preiswerte Alternative zum Fernverkehr genutzt wurden. Die Juso-Hochschulgruppen kritisieren ebenfalls die geringere Flexibilität bei Bahnreisen und die überzogene Stornogebühren von bis zu 45 Euro bei Umtausch oder Rückgabe der Fahrkarte. Viele weichen daher auf andere Verkehrsmittel aus, Jugendlichen und Studierenden fehlen hierzu aber oftmals die Mittel und sind daher Weiterhin auf die Bahn angewiesen. Die Juso-Hochschulgruppen sehen beim neuen Preissystem der DB AG erheblichen Nachbesserungsbedarf. Sie fordern daher- Die Deutsche Bahn AG auf, das neue Preissystem jugend- und studierendenfreundlicher zu gestalten, in dem sie - die hohen Stornokosten von 45 Euro deutlich absenkt, - das Twen-Ticket wieder einführt und - die BahnCard wieder zum halben Preis an Jugendliche und Studierende abgibt. Gleichzeitig müssen Twen-Ticket und 25% BahnCard miteinander verrechenbar sein. - Wieder eine Rabattkarte entsprechend der alten 50-Prozent-BahnCard alternativ zur "neuen BahnCard" einführt. - Vergünstigte Tarife für Studierende, Jugendliche, Auszubildende und sozial Bedürftige anbietet. - Die Mitglieder der Bundesregierung im Aufsichtsrat der DB AG auf, sich für die oben angeführten Forderungen einzusetzen. - Die Landesregierungen auf, ihre Preisgestaltungsmöglichkeit als Besteller des Nah- und Regionalverkehrs wahrzunehmen und kostengünstige Landestarife einzuführen. So könnte in Zukunft eine kostengünstige Alternative zu den teuren Fernverkehrstarifen der DB AG angeboten werden. Studierenden muss die Möglichkeit geboten werden, regional zugeschnittene Semestertickets zu einem fairen Preis erwerben zu können. Unabhängig von diesen Einschätzungen und Forderungen erkennen die Juso-HSGen an, dass sich die Bahn mittlerweile in großer Konkurrenz zu Fluggesellschaften befindet. In diesem Zusammenhang ist nicht zuletzt aus ökologischen Gründen durch die Einführung einer angemessenen Steuer auf Flugbenzin die Konkurrenzfähigkeit der Bahn zu erhöhen. Die Privatisierung der Bahn war und ist falsch! Hier treten die Phänomene der Privatisierungspolitik im Interesse des Kapitals klar hervor. Daher fordern die Juso-HSGen eine Re-Verstaatlichung der Bahn AG, um den fortschreitenden Sozialabbau entgegenzuwirken.

Diesen Artikel teilen: