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Gründung regionaler Wissenschaftsforen

Trotz der immer weiter fortschreitenden Entpolitisierung existiert an den Hochschulen ein immer noch stattliches Potential an kritischen und reformorientierten Kräften. Ein Teil dieses Spektrums organisiert sich in entsprechenden politischen Gruppen an den Hochschulen, ein großer Teil dieser bei den Juso-Hochschulgruppen, die in den letzten Jahren an den Hochschulen weiter an Zulauf gewonnen haben und Studierenden die Möglichkeit geben, inhaltlich fundiert an vielen gesellschaftlich relevanten Problemstellungen aus dem Bereich der inneren Hochschulpolitik als auch aus dem Bereich sonstiger Gesellschaftspolitik zu arbeiten. Durch die Einbindung der Gruppen in die oft mühsame studentische und akademische Selbstverwaltung werden jedoch trotz der relativen Unabhängigkeit der Gruppen von einige Studierende abgeschreckt, deren Interesse ausschließlich in projektorientierter, zeitlich befristeter Arbeit liegt. Junge, kritische WissenschaftlerInnen aus dem sogenannten akademischen Mittelbau finden in der Arbeit der Gruppen vor Ort zudem oftmals keine Anknüpfungspunkte. Jungsozialistische Politik ist jedoch auf die Unterstützung, die Ideen und Konzepte dieser Menschen angewiesen. In Kenntnis der Notwendigkeit einer Anbindung junger WissenschaftlerInnen und ihrer Ideen sowie weiterer kritischer Studierender an ein linkes Reformprojekt beauftragt das Bundeskoordinierungstreffen der Juso-Hochschulgruppen den Bundeskoordinierungsausschuß anhand bereits bestehender Wissenschaftsforen an einzelnen Hochschulstandorten und in Zusammenarbeit mit den Gruppen vor Ort ein Umsetzungskonzept für regionale Wissenschaftsforen zu erarbeiten, welches den einzelnen Hochschulgruppen den Aufbau solcher Foren erleichtert. Diese Foren sollen konzipiert werden als Ort des kritischen Diskurses von WissenschaftlerInnen und Studierenden auf einem qualitativ hochwertigem Niveau jenseits von Parteizwängen und -ritualen.

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