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Von allein tut sich nichts!

Am 26. Juni 2013, kurz vor der Parlamentarischen Sommerpause und erst nach einer Anfrage im Parlament, wurde die 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) und des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vorgestellt. Alle drei Jahre gibt die Sozialerhebung Auskunft über die soziale Lage und die Lebensrealität von Studierenden in Deutschland. Die Ergebnisse der Studie sind wenig überraschend. Der soziale Aufstieg ist für Kinder aus nicht-akademischen Haushalten noch immer besonders schwierig und die Studienfinanzierung stellt für die Studierenden eine große Herausforderung dar. Besonders gravierend ist, dass gerade Studierende aus finanziell schwachen Elternhäusern überdurchschnittlich oft Kredite zur Finanzierung des Studiums aufnehmen müssen.

Amina Yousaf, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen, erklärt dazu:

„Die Sozialerhebung zeigt schwarz auf weiß, was wir seit Jahren fordern: Ein starkes BAföG, eine gute soziale Infrastruktur und individuelle Unterstützungsangebote sind Voraussetzungen für ein gerechtes Bildungssystem und die soziale Öffnung der Hochschule. Die soziale Herkunft ist noch immer entscheidend für den Bildungsweg. Studierenden aus nicht-akademischen Haushalten wird nach wie vor der Zugang zum Studium erschwert. Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat es in den letzten Jahren versäumt, politische Schritte zur Verbesserung der sozialen Lage Studierender einzuleiten. Merkels Bildungsrepublik ist eine Farce! Wir fordern, dass das BAföG wieder Mittel zur Öffnung der Hochschulen wird.

Von allein werden sich die Probleme nicht lösen. Eine untätige Regierung, die sogar durch das Zurückhalten der Ergebnisse versucht im Wahlkampf besser dazu stehen, gehört abgewählt!"

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