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Deutschlandstipendium noch immer elitärer Mist

  • Das Statistische Bundesamt veröffentlicht Zahlen zu Stipendiaten des Deutschlandstipendiums
  • Ziele des Deutschlandstipendiums weit verfehlt
  • Nur das BAföG kann eine sozial gerechte Studienfinanzierung sicherstellen
  • Das Geld aus dem Deutschlandstipendium muss in den Ausbau des BAföG fließen
  • Amina Yousaf, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen: „Das Deutschlandstipendium ist elitärer Mist"

Die schwarz-gelbe Bundesregierung versucht mit allen Mitteln, das nationale Stipendienprogramm immer noch als Erfolgsmodell zu verkaufen. Doch es bleibt auch zwei Jahre nach der Einführung ein Flop. Abseits des Faktes, dass Stipendien höchst sozial selektiv wirken - besonders wenn sie, wie das Deutschlandstipendium, vorrangig nach Noten vergeben werden – fließt immer noch mehr Geld in die Verwaltung, denn an die Studierenden, wo sie bisher auch weit weniger als den angepeilten drei Prozent erreichen Weniger als 14 000 Stipendien wurden im Berichtsjahr 2012 vergeben. Die Verteilung der Mittel ist in den einzelnen Fächern sehr unterschiedlich, so erhalten in den Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften bundesweit nur 160 Studierende Stipendien. Dagegen wurden in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften 3600 Stipendien vergeben.

Dazu erklärt Amina Yousaf, Mitglied des Bundesvorstandes der Juso-Hochschulgruppen:

„ Das Deutschlandstipendium ist nach wir vor der falsche Ansatz, um Studierende finanziell zu unterstützen. Die heute veröffentlichten Zahlen zeigen deutlich, dass vorrangig Studiengänge „gefördert" werden, die der Wirtschaft einen direkten Nutzen versprechen. Statt Eliten zu fördern wollen wir ein starkes BAföG als sozial gerechte Studienfinanzierung. Das Projekt der Bundesregierung ist gescheitert und dem elitären Mist muss jetzt ein Ende gesetzt werden! Das Geld, das durch die Abschaffung des Deutschlandstipendiums frei wird, muss in den Ausbau des BAföG gesteckt werden."

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