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Gedenken an die Opfer von Oslo und Utøya

Der Jahrestag des Anschlags auf das jungsozialistische Sommerlager der Arbeidernes Ungdomsfylking (AUF) jährt sich an diesem Montag zum zweiten Mal.
 
Der rechtskonservative Terrorist Anders Breivik zündete damals zunächst eine Autobombe in Oslo, bevor er das AUF-Sommerlager auf Utøya angriff. Insgesamt 77 Menschen wurden am 22. Juli 2011 von Breivik ermordet.

An diesem Tag sollten unsere Gedanken bei den 77 Menschen sein, die sinnlos ihr Leben ließen, und nicht bei dem mittlerweile verurteilten Attentäter Breivik. Trotzdem darf nicht vergessen werden, dass die Gefahr von rechts mitnichten gebannt ist.

Breivik handelte aus rassistischen und antimuslimischen Motiven, aus Hass auf die Integrationspolitik der norwegischen Sozialdemokrat*innen und das internationalistische Engagement der AUF wählte er das Sommerlager als Angriffsziel. Und während Breivik mittlerweile eine Haftstrafe von 21 Jahren mit anschließender Sicherheitsverwahrung absitzt, sind die Ressentiments, aus denen sich Breiviks Weltbild zusammensetzt, noch immer lebendig.

Islamophobie, Rassismus, Intoleranz und Menschenfeindlichkeit werden noch immer von rechtsradikalen, rechtspopulistischen und rechtskonservativen Aktivist*innen und Parteien verbreitet. Und noch immer finden sie allzu häufig einen fruchtbaren Nährboden in der Gesellschaft - auch in der Bundesrepublik. Dem muss täglich entschlossen entgegengetreten werden - politisch wie auch im Alltag. Hierfür stehen auch wir als Juso-Hochschulgruppen.

Auch in diesem Jahr wird es in mehreren Städten Gedenkveranstaltungen geben, um die Erinnerung an die Opfer von Oslo und Utøya wach zu halten und auf die anhaltende Gefahr rechten Gedankenguts aufmerksam zu machen. Auch wir als Juso-Hochschulgruppen wollen der Opfer gedenken und möchten euch deshalb dazu aufrufen, euch an einer der Gedenkveranstaltungen in eurer Region zu beteiligen.

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