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Es geht nicht um die Zahl, sondern um gleiche Chancen

  • Juso-Hochschulgruppen begrüßen kritische Debatte zum Hochschulzugang
  • Gute Bildung für alle bedeutet, dass alle frei entscheiden können
  • Gesellschaftlicher Aufstieg muss auch ohne Uni-Titel möglich sein
  • Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, abseits von Titeln und Bildungsweg

Im Interview mit Frankfurter Allgemeinen Zeitung kritisiert der Philosophie-Professor, Bildungspolitiker und Vorsitzende der SPD-Grundwertekommission Julian Nida-Rümelin den zunehmenden „Akademisierungswahn“ in der deutschen Bildungspolitik.

Dazu erklärt Kilian Krumm vom Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

"Als Studierendenverband der SPD sind wir der festen Überzeugung, dass alle ihren individuellen Bildungsweg frei wählen können sollten. Die freie Wahl zu haben, bedeutet auch, sich gegen ein Studium entscheiden zu können, ohne gesellschaftlich benachteiligt zu werden. Dies ist offenkundig nicht der Fall. Gerecht ist, wenn Menschen für ihre geleistete Arbeit und nicht für ihren Titel entlohnt werden!

Die entscheidenden Aussagen im Interview Nida-Rümelins sehen wir in der Kritik an der ökonomischen Ausrichtung der Bologna-Reform, der Frage nach der Qualität von Bildung oder gar der Auseinandersetzung mit der Kultur unseres Bildungssystems. Diese Aussagen können einen Anknüpfungspunkt darstellen, um grundlegend über die Zukunft unseres Bildungssystems nachzudenken. Wir würden es begrüßen, wenn die Debatte nicht nur mit dem Arbeitsmarkt-Fokus fortgeführt wird.“

 

Das FAZ-Interview mit Nida-Rümelin findet Ihr unter diesem Link.

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