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Schwarzmalerei beim Mindestlohn – Union macht sich lächerlich

  • Union fordert weitere Ausnahmen beim Mindestlohn
  • Juso-Hochschulgruppen: Mindestlohngesetz darf nicht durchlöchert werden
  • WSI-Studie belegt positive Auswirkungen

Zu den Forderungen nach weiteren Ausnahmen beim Mindestlohn erklärt Philip Kroner, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

„Forderungen nach Ausnahmen beim Mindestlohn für Rentner*innen, Praktikant*innen und studentische Hilfskräfte sind falsch. Wir begrüßen es, in dieser Frage Bundesarbeitsministerin Nahles auf unserer Seite zu wissen. Mit der ‚Generation Praktikum‘ muss endlich Schluss sein!

Der Mindestlohn muss alle Arbeitnehmer*innen erreichen. Jede Ausnahmeregelung schafft Anreize, Anstellungsverhältnisse durch günstigere Arbeitskräfte zu substituieren. Wir dürfen diese Verdrängungseffekte gerade am unteren Ende des Arbeitsmarktes nicht zulassen. Deshalb darf das Gesetz nicht noch weiter durchlöchert werden.

Die Arbeitgeberverbände und Mindestlohngegner*innen in der Union machen sich mit ihrer Schwarzmalerei lächerlich. Die in der letzten Woche veröffentlichte WSI-Studie belegt wieder einmal, dass Branchenmindestlöhne keine Arbeitsplätze vernichten. Stattdessen heben sie das Lohnniveau für alle im entsprechenden Bereich merklich an. Mindestlohngegner*innen sollten aufhören, das Gegenteil zu predigen. Guter Lohn für gute Arbeit ist keine Glaubensfrage. Sondern eine Notwendigkeit.“

 

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