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Auf die Lehrkraft kommt es an – nicht auf die Abiturnote!

  • Gute Abiturnoten nicht entscheidend für Eignung als Lehrkraft
  • Unverbindliche Einstiegsgespräche als Pflicht ausgestalten
  • Lehramtsausbildung flächendeckend verbessern

Zu den Ergebnissen des Hochschulreports des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft erklärt Sophia Schiebe, Mitglied im Bundesvorstand der Juso- Hochschulgruppen:

„Die Debatte um die Gewinnung der Abiturient*innen mit sehr guten Abschlüssen für das Lehramtsstudium, lehnen wir ab. Die Abiturnote sagt nichts darüber aus, ob eine Person für den Beruf als Lehrkraft geeignet ist. Sicherlich ist die fachwissenschaftliche Kenntnis des jeweiligen Faches von hoher Bedeutung. Allerdings reicht ein umfangreiches Faktenwissen nicht aus, um einen guten Unterricht zu gestalten: Sensibilität und Selbstbewusstsein im Umgang mit den Schüler*innen sind ebenso Grundvoraussetzungen für diesen Beruf.

Daher sollte es an den Hochschulen verstärkt unverbindliche Eingangsgespräche geben. Sie können angehenden Student*innen zeigen, ob sie für den Beruf als Lehrer*in geeignet sind. Ebenso muss die Lehramtsausbildung insgesamt flächendeckend verbessert werden, um sowohl die Attraktivität des Berufes als auch die Qualität des Unterrichts zu steigern.“ 

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