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Kein Vergeben, kein Vergessen!

Vor drei Jahren – am 22. Juli 2011 – tötete Anders Behring Breivik 77 Menschen. Acht Menschen starben durch eine Bombenexplosion in Oslo, 69 Menschen erschoss Breivik auf der Insel Utøya beim Sommercamp der Arbeidernes Ungdomsfylking (AUF), der Jugendorganisation der Arbeiderpartiet (Ap). Die Opfer waren zwischen 14 und 51 Jahre alt, 32 von ihnen unter 18 Jahre. Dieses schreckliche und unbegreifliche Ereignis bleibt unvergessen. Noch immer sind wir fassungslos und in tiefer Trauer. Die 77 Opfer der schrecklichen Tat werden wir nicht vergessen.

Und Anders Behring Breivik werden wir nicht vergeben. Er wurde inzwischen rechtskräftig wegen Mordes an 77 Menschen zu 21 Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Seine Motive waren Angst und Hass: Angst vor einer vermeintlichen „Islamisierung” Europas und vor „Multikulturalismus”, Hass auf eine pluralistische, emanzipatorische Politik für eine andere Welt.

Für diese emanzipatorische Politik stehen wir. Wir wollen eine bessere Welt: Frei von Angst und Hass. Wir wollen in Freiheit, Gleichheit und Solidarität leben. Jens Stoltenberg, ehemals Vorsitzender der AUF, forderte als Ministerpräsident Norwegens zwei Tage nach dem Attentat: „mehr Demokratie, mehr Offenheit, mehr Menschlichkeit”.

Rechtspopulistische und faschistische Parteien haben bei den Wahlen zum Europäischen Parlament im Mai diesen Jahres Zuwachs erfahren – in ganz Europa. Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Rassismus sind in Europa allgegenwärtig. Rechtspopulist*innen, Faschist*innen und Nazis sind eine Gefahr. Wir werden rechtem Gedankengut immer entgegentreten und für eine offene Gesellschaft kämpfen!

Breivik wollte mit seinen Taten die regierenden Sozialdemokrat*innen „so hart wie möglich treffen“. Wir Juso-Hochschulgruppen wollen den jungen Genoss*innen der AUF gedenken – und damit zeigen, dass wir uns nicht einschüchtern lassen und unsere Ideen und Visionen von einer besseren Welt weiter leben. Auch in diesem Jahr finden in verschiedenen Städten Gedenkveranstaltungen statt. Wir Juso-Hochschulgruppen rufen auf: Zeigt eure Solidarität und nehmt an diesem gemeinsamen Gedenken teil.

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