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Das Ende der Exzellenz wäre exzellent

  • GWK einig über Fortschreibung der Exzellenzinitiative
  • Juso-Hochschulgruppen: Exzellenzinitiative Grund für Zwei-Klassen-Hochschullandschaft
  • Stärke der Wissenschaftslandschaft liegt in ihrer Breite

Zur aktuell diskutierten Fortschreibung der Exzellenzinitiative, erklärt Philip Kroner, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

„Die Exzellenzinitiative ist in vielerlei Hinsicht kein Erfolg. Insbesondere die dritte Förderlinie spaltet die Hochschulen und legt den Grundstein für eine Zwei-Klassen-Hochschullandschaft. Es bedarf keiner projektbezogenen Spitzenförderung, sondern allgemein höhere Investitionen in die Forschung.

Die Stärke des deutschen Wissenschaftssystems liegt in der hohen Qualität seiner Breite. Deshalb braucht es kein solches Elitenförderinstrument. Vielmehr müssen sich Bund und Länder zu all ihren Hochschulstandorten bekennen und sie ausreichend finanzieren. Für exzellente Forschung braucht es keine „Eliteuniversitäten“.

Dennoch muss die Politik weiter Spitzenforschung fördern und unterstützen. Zugleich aber dürfen Lehre und Forschung nicht mehr nur koexistieren oder die Lehre gar ein Schattendasein führen. Sie muss ebenso in den Fokus der Förderung genommen werden. Da reicht die heute gefasste Einigung bei weitem nicht aus. An den Hochschulen müssen Lehre und Forschung mit hoher Qualität zusammenwirken. Eine Ausfinanzierung aller Hochschulen wäre tatsächlich exzellent.“

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