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Dass Auschwitz nie wieder sei!

Heute vor 70 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch die Rote Armee befreit. Zwischen 1940 und 1945 wurden dort über eine Million Menschen ermordet, die meisten von ihnen Jüd*innen.

Wir Juso-Hochschulgruppen wollen an diesem Tag – dem Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts – gedenken und mahnen. Gedenken an die Jüd*innen, Sinti und Roma, Menschen mit Beeinträchtigung und chronischen Erkrankungen, Homosexuellen, Gewerkschafter*innen, Sozialdemokrat*innen, Sozialist*innen, Andersdenkenden, Widerstandskämpfer*innen und alle verfolgten und ermordeten Menschen. Und wir mahnen, die nationalsozialistischen Verbrechen nicht zu vergessen. Die Shoa ist ein Verbrechen ohne Vergleich, in der Geschichte singulär.

Die nationalsozialistische Vergangenheit ist da, und sie wird immer bleiben. Wir sind überzeugt: Wir als in der Bundesrepublik lebende Menschen haben eine besondere Verantwortung – in der Bekämpfung des Antisemitismus und in der Unterstützung des Staates Israel. Israel ist der Staat der Shoa-Überlebenden. Er ist notwendiger Schutzraum und als solcher nach Jahrtausenden der Verfolgung auch heute mehr als notwendig.

"Die Forderung, dass Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung." Dieses Zitat Adornos heißt für uns: Der Kampf gegen Antisemitismus muss auch und insbesondere an den Bildungsinstitutionen geführt werden. Wir Juso-Hochschulschulgruppen müssen uns daran beteiligen. Daher haben wir uns auch auf dem letzten Bundeskoordinierungstreffen ausführlich mit Strategien zur Bekämpfung von Antisemitismus beschäftigt.

Ein wichtiger Bestandteil dessen ist Aufklärung und die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. An dieser Stelle möchten wir auf die Gedenkstättenfahrt im Juni nach Krakau und Auschwitz hinweisen, die das Bündnis „Dass Auschwitz nie wieder sei“ organisiert. Alle weiteren Informationen findet ihr auf der Homepage der Jusos: http://www.jusos.de/veranstaltung/gedenkstaettenfahrt-2015.

In vielen Städten finden heute Gedenkveranstaltungen statt. Wir Juso-Hochschulgruppen rufen auf: Nehmt an diesem gemeinsamen Gedenken teil!

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