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Geflüchtete brauchen Zugang zu Bildung!



Zu den Vorschlägen von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) in der Debatte um die Flüchtlingspolitik erklärt Niklas Konrad, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:


„Wir begrüßen die Initiative von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig, Geflüchteten für die Dauer ihrer Ausbildung einen gesicherten Aufenthaltsstatus zu geben. Es ist bisher zu wenig für junge Geflüchtete und ihren mangelnden Zugang zu Bildung getan worden. Der gesicherte Aufenthalt während des Studiums oder der Lehre ist ein guter Ansatz. Dies kann aber nur einen ersten Schritt darstellen!

Die Idee, unbegleitete Minderjährige nach einem Schlüssel auf die Bundesländer aufzuteilen, lehnen wir ab. Stattdessen muss der Bund seiner Verpflichtung zur Unterstützung der besonders betroffenen Kommunen nachkommen. Im Vordergrund der Diskussion muss immer das Wohl von Geflüchteten stehen und nicht die Last der Bundesländer und Kommunen.“


Zum Hintergrund:

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig will spätestens bis Ende März einen Gesetzentwurf zur Verteilung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge vorlegen. Gleichzeitig sprach sie sich dafür aus, Geflüchteten, die in der Bundesrepublik ein Studium oder eine Lehre angefangen haben, einen gesicherten Aufenthaltsstatus mindestens für die Dauer ihrer Ausbildung zu geben.

Die Juso-Hochschulgruppen haben bereits im Januar 2015 ein Positionspapier zur Debatte um die Flüchtlingspolitik mit dem Titel "Recht auf Bildung für Geflüchtete gewährleisten!" veröffentlicht.

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