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Die Misere der Wissenschaftler*innen jetzt beenden

Zur aktuellen Debatte um einen Pakt für die Perspektiven des wissenschaftlichen Nachwuchses erklärt Philip Kroner, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

Tausende Wissenschaftler*innen sind derzeit für weniger als ein Jahr angestellt. Fast allen fehlt eine sichere Perspektive. 

Die Regierungsfraktionen müssen zwei Elemente in ihren Pakt aufnehmen: Erstens braucht es genügend Mittel, damit Hochschulen Arbeitsverträge von unter einem Jahr auf mindestens zwei Jahre verlängern können. Damit würde die prekäre Situation schnell abgemildert.

Zweitens muss der Tenure-Track, der einen Weg zur Professur ermöglicht, flächendeckend eingeführt werden. Er bietet Wissenschaftler*innen eine eindeutige Perspektive. Das steigert die Attraktivität, im Wissenschaftsbetrieb zu verbleiben, und schafft ein transparentes Verfahren. Wir begrüßen daher den Vorstoß der SPD-Bundestagsfraktion, die Befristungen in der Wissenschaft zurückzudrängen. 

An den Hochschulen muss das unbefristete Arbeitsverhältnis wieder Normalität werden. Der Bundestag muss deshalb auch die Novelle des Wissenschaftszeitvertrags nutzen, um die Möglichkeiten zur Befristung einzudämmen. Es gibt keine Rechtfertigung dafür, sachgrundlosen Befristungen weiter zuzulassen.

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