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Wanka hat doch keine Ahnung!

Zu Bundesbildungsministerin Wankas Ablehnung einer Dynamisierung der BAföG-Sätze erklärt Philipp Breder, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

„Ministerin Wanka (CDU) behauptet, dass eine dynamische Anpassung des BAföG der Lebenssituation der Studierenden nicht gerecht würde. Diese Äußerung lässt die Frage aufkommen, ob sie vielleicht einfach keine Ahnung von dem hat, was sie als Bundesbildungsministerin tun sollte.

Die von ihr so hoch gelobte BAföG-Novelle, die überhaupt erst zum Wintersemester 2016/17 greift, wird die offenkundig prekäre Lage nämlich nicht ändern. Aufgrund der späten Umsetzung gleichen die beschlossenen 7 Prozent nicht einmal die erwartete Inflation seit der letzten Novelle aus. Schon heute reicht das BAföG vielen Studierenden nicht, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Die momentane  Preisentwicklung erfährt in der Berechnung der BAföG-Sätze keine angemessene Berücksichtigung.

Dafür bräuchte es endlich eine automatische jährliche Anpassung der Fördersätze und Freibeträge. Genauso wie Löhne und Gehälter muss auch das BAföG, wie schon heute eigentlich gesetzlich vorgesehen, mit der Preisentwicklung mitgehen. Letztlich ist klar, dass Bildungsministerin Wanka an der Lebensrealität völlig vorbeigeht, wenn sie diese Forderung nicht umsetzt.“

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