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Nicht einmal Merkel glaubt an Wanka!

Zu Bundeskanzlerin Angela Merkels Plänen, Studienabbrecher*innen eine verkürzte Berufsausbildung in Aussicht zu stellen, erklärt Philipp Breder, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

„Merkels Initiative ist ein Schritt in die falsche Richtung. Zwar muss die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung in beide Richtungen verbessert werden, aber das Problem der vielen Studienabbrecher*innen wird damit nicht behoben.

Studienabbrüche sind keine Rufe nach beruflicher Bildung, sondern nach einer Verbesserung der Lage an den Hochschulen. Viele Studiengänge sind heute auf Grund überladener Lehrpläne schlicht unstudierbar geworden. Die Hochschulen haben außerdem kein Geld für eine Lehre mit angemessenen Betreuungsrelationen. Auch die Infrastruktur der Hochschulen leidet an der chronischen Unterfinanzierung des Bildungssystems.

Merkel will die Möglichkeit der partiellen Aufhebung des Kooperationsverbotes nicht nutzen. Statt die Grundfinanzierung der Hochschulen bedarfsgerecht auszugestalten und so die Lehre endlich zu verbessern, gibt sie die Hochschulbildung schlicht auf. Auch sie glaubt wohl nicht mehr daran, dass ihre Bildungsministerin die Hochschulen ins 21. Jahrhundert führt und für heterogene Studierendenschaften öffnet. Ich jedenfalls habe das Vertrauen in Wanka und die Bildungspolitik der Union schon lange verloren!“

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