Inhalt


©

Verantwortungslos: Koalition setzt weiter auf Elitenförderung!

Anlässlich der Entscheidung der Koalition zur Fortsetzung der Exzellenzinitiative erklärt Annika Klose, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

„Die Koalition investiert – und wieder einmal profitieren nur Eliten. Auch mit einer Lupe ist bei Wankas bildungs- und wissenschaftspolitischer Schwerpunktsetzung keine soziale Gerechtigkeit zu finden.

Die Entscheidung, die Exzellenzinitiative fortzusetzen, wollte Wanka offensichtlich um jeden Preis vor deren Evaluation durchsetzen. Sie hat Angst vor den Ergebnissen und um die Mehrheitsfähigkeit ihres Lieblingsprojektes. Die Koalition steckt nun blind weitere Milliarden in ein Projekt, dessen Auswirkungen höchst umstritten sind. Diese Politik ist verantwortungslos.

Weitere vier Milliarden Euro in die Spitzenforschung zu investieren macht angesichts der Unterfinanzierung der Hochschulen fassungslos. Nach zehn Jahren Exzellenzinitiative ist es höchste Zeit, sie zu begraben. Stattdessen braucht es Investitionen in die Lehre und die Unterstützung der Fachhochschulen.

Leidtragende sind weiterhin die Studierenden. Für sie bleiben vom Finanzierungs-Festbankett wieder nur die Krümel übrig. Die Definition der Union von ‚Investitionen in die Zukunft’ ist bedenklich: Sie umfasst nur wenige Menschen. Angesichts des demographischen Wandels müsste aber in die Bildungszukunft möglichst vieler investiert werden, anstatt weiterhin Spitzen zu fördern. Es muss Schluss sein mit der Elitenförderung!“


Zum Hintergrund: Die Große Koalition hat am Donnerstag, den 16. April, einen Grundsatzbeschluss gefasst, die Exzellenzinitiative bis zum Jahr 2028 zu verlängern und dafür zusätzliche vier Milliarden Euro in Spitzenforschung zu investieren. Allerdings wird der erste Evaluationsbericht zur Exzellenzinitiative von DFG und WR erst Mitte 2015 erwartet. Eine Evaluationskommission soll bis Anfang 2016 Zukunftsempfehlungen erarbeiten.

Diesen Artikel teilen: