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Bologna gibt’s nicht für lau!

Zum heute im Bundestag beschlossenen Antrag „Qualität von Studium und Lehre im internationalen Wettbewerb sichern – Den Europäischen Hochschulraum erfolgreich gestalten“ erklärt Philipp Breder, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

„Der von Union und SPD beschlossene Antrag krankt vor allem an einem Fehler: Er beschränkt sich selbst. Alle aufgelisteten Vorhaben werden unter Finanzierungsvorbehalt gestellt. Lediglich im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel sollen sie angegangen werden. Finanzielle Aufwüchse werden aber dringend benötigt.

Auch nach 16 Jahren Bologna-Prozess bleiben viele der ursprünglichen Reformziele unerfüllt: Mobilität, die Vergleichbarkeit von Abschlüssen und die Schaffung eines einheitlichen europäischen Hochschulraumes sind nicht erreicht worden. Stattdessen wurde die Verschulung und Ökonomisierung des Studiums vorangetrieben. Die Qualität des Studiums und die Anerkennung des Bachelors als Regelabschluss blieben auf der Strecke. Wer Bologna konsequent umsetzen möchte, muss dafür auch Geld in die Hand nehmen.

Diese Aufgabe weist die Große Koalition jedoch den Ländern zu. Der Bund selbst feiert die schwarze Null. Das ist ein katastrophaler Fehler. Bildungsfinanzierung ist eine gesamtstaatliche Aufgabe. Es bedarf wichtiger Korrekturen am Bologna-Prozess und vor allem muss diese Strukturreform endlich angemessen finanziert werden. Hochschulbildung gibt’s eben nicht für lau.“

Hintergrund: Der Antrag ist unter http://dip.bundestag.de/btd/18/048/1804801.pdf abrufbar.

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