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Das Exzellenzkonzept der Union: Klientelpolitik von vorgestern!

zu den gestern vorgestellten Forderungen der Union zur Fortsetzung der Exzellenzinitiative erklärt Annika Klose, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

Die Union hat offensichtlich kein Interesse, die tatsächlichen Probleme im Wissenschaftssystem anzugehen. Rupprechts (CSU) und Dinges-Dierigs (CDU) Forderungen, zukünftig bloß vier bis fünf Eliteuniversitäten zu fördern, zeigen worum es der Union wirklich geht: Klientelpolitik. Von ihrer Politik soll eine kleine elitäre Gruppe profitieren, während alle anderen leer ausgehen.

Die Vorstellungen der Union zur Neuauflage der Exzellenzinitiative sind im Vorgestern hängen geblieben. Eine fortschrittliche Wissenschaftspolitik ist mit der Union schlicht nicht möglich. Demgegenüber haben viele der wesentlichen Akteur*innen des Wissenschaftssystems dem Konzept der „Exzellenzuniversität“ längst abgeschworen. Sie haben erkannt, dass ein starkes und differenziertes Wissenschaftssystem weit mehr braucht als einige wenige Elfenbeintürme.

Die SPD-Fraktion ist gut beraten, an den eigenen Konzepten festzuhalten. Für eine positive Entwicklung muss das Wissenschaftssystem breit aufgestellt und zukunftsorientiert sein. Eine Abkehr von der ausschließlichen Forschungsförderung an Universitäten, hin zur Förderung guter Lehre und Einbeziehung der Fachhochschulen ist dringend notwendig.“

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