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Mehr BAföG statt mehr Stipendien!

Zu Bundesbildungsministerin Wankas Wunsch nach mehr Stipendiat*innen für das Deutschlandstipendium erklärt Philipp Breder, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

„An Wankas Erfolgsgeschichte vom Deutschlandstipendium ist etwas sehr faul. Wir können dem DGB und dem Bundesrechnungshof nur zustimmen. Mit 46 Millionen Euro werden Stipendien gefördert, die deutlich weniger als nur einen Prozent der Studierenden erreichen. Das ist ungerecht und unsozial. Das Deutschlandstipendium benachteiligt Studierende in weniger ‚wirtschaftsrelevanten‘ Studiengängen und an Hochschulen in strukturschwachen Regionen. Außerdem zementiert es soziale Unterschiede an den Hochschulen.

Das 2011 eingeführte Deutschlandstipendium gehört daher schnellstmöglich abgeschafft. Anstatt in intransparenten Verfahren ineffizient wenige Stipendien zu vergeben, sollte Wanka mit den dafür aufgewendeten Geldern die BAföG-Reform finanziell aufwerten. Es ist Herausforderung genug, dass sie erst kommendes Jahr in Kraft tritt. Deshalb muss wenigstens so viel Geld wie möglich investiert werden. Nur auf diesem Weg kann eine sozial gerechte Studienfinanzierung für alle gelingen.“

 

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