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BAföG-Anspruch? Fehlanzeige!

Zur Veröffentlichung der Zahl der BAföG-Empfänger*innen im Jahr 2014 durch das Statistische Bundesamt erklärt Philipp Breder, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

„Allein die bloßen Zahlen sprechen schon eine eindeutige Sprache. Die Zahl der BAföG-Empfänger*innen war auch im Jahr 2014 weiter rückläufig. Mehr als drei Viertel der Studierenden werden von der Bundesregierung nach wie vor gänzlich im Regen stehen gelassen, denn sie erhalten keinerlei Mittel aus dem BAföG. Dazu kommen noch all diejenigen Menschen, die auf Grund von Finanzierungssorgen erst gar kein Studium aufnehmen.

Ministerin Wanka jedoch verspricht, dass mit der BAföG-Novelle im nächsten Jahr 100.000 weitere Studierende BAföG-berechtigt werden. Dass durch die Stagnation der Freibeträge bis ins kommende Jahrweiterhin Studierende ihren bisherigen BAföG-Anspruch verlieren, wie die Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen, verschweigt sie dabei jedoch. Damit die jetzige Studierendengenerationen nicht unter dem Zeitplan von Wanka leidet, muss die Große Koalition die BAföG-Novelle sofort umsetzen, statt erst 2016.

Übermorgen tritt lediglich ein Teil der 25. BAföG-Novelle in Kraft und doch wirken auch diese Neuerungen nicht wirklich neu. Die längst überfällige Anpassung des BAföG an die Struktur von Bachelor- und Master-Studiengängen ist lediglich eine Angleichung an die Lebensrealität der Studierenden. So sollen theoretisch Förderlücken zwischen dem Bachelor-Abschluss und dem Beginn des Master-Studiums geschlossen werden. Doch ob die BAföG-Ämter mit ausreichend Personal ausgestattet sind, damit das Gesetz auch im Sinne der Studierenden umgesetzt werden kann, ist zumindest fraglich.“

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