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Inklusion durch Bildung statt weitere Asylrechtsverschärfungen!

Zum heute im Bundestag verabschiedeten Asylpaket II erklärt Ferdinand Meyer-Erlach, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

„Die heute im Bundestag beschlossenen Verschärfungen des Asylrechts lehnen wir Juso-Hochschulgruppen ab. Die Aussetzung des Familiennachzugs von Geflüchteten mit subsidiärem Schutz zeigt exemplarisch die untragbare Stoßrichtung des Asylpakets II.

Auch ein finanzieller Eigenanteil an Integrationskursen ist für uns nicht hinnehmbar. Menschen, die auf der Flucht nahezu alles verloren haben und vom Staat nur unzureichende finanzielle Unterstützung bekommen, können keinen finanziellen Eigenanteil dazu leisten. Sprachbildung ist die Voraussetzung zur gesellschaftlichen Teilhabe. Mit dieser Beschränkung bei der Aufnahme sprachbildender Angebote rückt auch der Zugang zum Hochschulstudium oder zum Arbeitsmarkt in noch weitere Ferne. Dass es solche Forderungen der Union in das gemeinsame Asylpaket mit der SPD geschafft haben, schockiert uns.

Anstatt sich mit fortlaufenden Verschärfungen abzuschotten, muss endlich die Inklusion geflüchteter Menschen im Vordergrund stehen. Dies funktioniert am besten über den gesicherten und freien Zugang zu Bildung sowie feste Bleibeperspektiven. 
Daher fordern wir weiterhin einen sicheren Aufenthaltsstatus während des Bildungsweges und darüber hinaus.“

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