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Die Förderinitiative „Innovative Hochschule“ sendet die falschen Signale

Zur Ankündigung von Bildungsministerin Wanka, die sogenannte „dritte Mission“ an Hochschulen zu fördern, erklärt Max Meisenheimer, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

„Mehr Wettbewerb in der Hochschulfinanzierung braucht niemand. Zwar ist begrüßenswert, dass selbst Wanka nun endlich einmal über den Tellerrand schaut und Projekte an Hochschulen fördern will, die die Wirkung in die Gesellschaft hinein zum Ziel haben. Daraus aber einen Wettbewerb zu gestalten, wird dem Hochschulsystem wenig nützen.         

Es ist eine der zentralen Aufgaben einer Hochschule, ihre Erkenntnisse nach außen zu tragen und für die Gesamtgesellschaft zugänglich zu machen. Dass Fachhochschulen in dieser „Dritten Mission“ explizit gefördert werden können, ist dabei bitter nötig. Es kann jedoch nicht sein, dass nur ein paar privilegierte Hochschulen die Möglichkeit bekommen, diese Aufgabe verstärkt wahrzunehmen. Statt weiter der Vorstellung eines erzwungenen Wettbewerbs hinterherzulaufen, sollte der Bund endlich seine Möglichkeiten nutzen, alle Hochschulen, ganz besonders die Fachhochschulen, stärker zu unterstützen. Nur so lässt sich ein Hochschulwesen etablieren, in dem alle Hochschulen die sogenannte „dritte Mission“ erfüllen können.“

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