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Individuelle Förderung statt Ausschluss von Schüler*innen

Zur heute veröffentlichten Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung über Studier- und Ausbildungsfähigkeit erklärt Jacqueline Dejosez, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

„Die Zahl derjenigen, die eine Ausbildung oder ein Studium abbrechen, mögen beunruhigend sein. Aber nicht eine angeblich problematische Orientierung an leistungsschwachen statt leistungsstarken Schüler*innen im Schulsystem, durch welche das Niveau sinken würde, ist das Problem. Dass Menschen ihr Studium oder ihre Ausbildung abbrechen, liegt viel eher an der mangelnden Abstimmung im Übergang zwischen Schule und Studium oder Ausbildung. Schuld sind nicht die hohen Abschlusszahlen am Gymnasium, sondern die mangelnde Beratung für die weitere Berufslaufbahn, die nicht vorhandene Durchlässigkeit des Bildungssystems und fehlende Gleichwertigkeit der Bildungswege sowie die mangelnde Studierbarkeit an Hochschulen.

Um solche Abbrüche zu verhindern, muss in der Schule mehr Wert auf individuelle Förderung, statt auf Leistungsdruck gelegt werden. Allen Menschen muss durch frühzeitige Beratungsangebote ermöglicht werden, den für sie besten Bildungsweg zu wählen. Das Fazit aus der Studie muss lauten: bessere Kooperation zwischen Schule, Ausbildungsstätten und Hochschulen! Gleiche Bildungschancen für alle!“

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