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Exzellenzinitiative: Eine verpasste Chance für die SPD

Zur heutigen Sitzung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) und der Einigung über die Exzellenzinitiative erklärt Max Meisenheimer, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:               


„Der neuen Exzellenzinitiative fehlt die sozialdemokratische Handschrift. Es wäre Aufgabe der neun Wissenschaftsminister*innen der SPD in der GWK gewesen, der Exzellenzinitiative einen sozialen und offenen Kern zu geben. Davon lässt sich in der neuen Einigung nichts finden.    

Das ist ein fatales Signal für das Wissenschaftssystem. Der Aufbau der neuen Exzellenzinitiative verdeutlicht einmal mehr, wie eine kleine Spitze und Elite im Wissenschaftssystem gebildet und gefördert wird. Das wird ganz besonders an den engen Vorgaben für die Bewerbung auf den Status einer „Exzellenzuniversität“ deutlich.        

Wieder einmal werden nur die großen Universitäten in die Lage versetzt, in der Exzellenzinitiative Erfolg zu haben. Damit wird einem großen Teil der Hochschulen gar nicht erst die Möglichkeit gegeben, sich im Wissenschaftssystem zu beweisen. Der größte Fehler ist jedoch, die Förderung sogenannter Exzellenzuniversitäten zeitlich nicht mehr zu begrenzen. In der Folge bildet sich eine immer starrere Elite heraus. Wie davon das gesamte Hochschulwesen profitieren soll, ist fraglich.               
Diese Einigung zeigt, dass die Hochschulfinanzierung eine einzige Baustelle bleibt. Reine Symbolpolitik wird die prekäre Finanzierungslage der Hochschulen nicht bessern, sondern ignoriert den an dieser Stelle dringend notwendigen Handlungsbedarf.“

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