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Wankas Luftschloss Deutschlandstipendium in den Wind schießen

Anlässlich der heutigen Bundestagsdebatte über den Bericht der Bundesregierung zur Evaluation des Deutschlandstipendiums erklärt Mia Thiel, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

„Das Deutschlandstipendium muss weg. Wankas Bewertung der Evaluationsergebnisse des Deutschlandstipendiums gleicht Luftschlössern. Weniger als ein Prozent erreichte Studierende, Intransparenz in Vergabeverfahren und die geringe Abrufquote der Haushaltsmittel sind entgegen Wankas Stellungnahmen alles andere als ein Zeichen von Erfolg.

Das Deutschlandstipendium hat nicht nur die gesetzten Erwartungen nicht erfüllt, sondern war von Anfang an der falsche Weg. Wanka rühmt sich mit der Vielfalt sozialer Gruppen unter den Geförderten, obwohl allein schon das Ziel, durch enge Auswahlkriterien eine sogenannte begabte Elite herauszustellen,  zwangsläufig selektiv ist. Staatliche Studienfinanzierung hat sich an ausnahmslos alle Studierenden zu richten und nicht an eine auserkorene vermeintliche Spitze. Dazu braucht es keine von Wanka angestrebte neue Stipendienkultur - es braucht vielmehr eine echte BAföG-Kultur. Zu einer solchen gibt es nur einen Weg: Eine substantielle BAföG-Reform. Solange der Bund auf nationale Förderprogramme setzt, anstatt ein BAföG zu entwickeln, das allen Studierenden unabhängig von Alter oder sozialem Hintergrund zugänglich ist, guckt die große Mehrheit der Studierenden weiter in die Röhre.“

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