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Dem wissenschaftlichen Nachwuchs wird nicht geholfen!

Zur heutigen Bundestagsdebatte über das neue Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses erklärt Max Meisenheimer, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:  

„Auch, wenn die Fortsetzung der von uns kritisierten Exzellenz-Initiative Teil der Diskussion ist, muss auch der Pakt zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses kritisch in den Blick genommen werden. Mit dem neuen Pakt werden die Probleme des wissenschaftlichen Mittelbaus an Hochschulen nicht einmal ansatzweise gelöst. Vielmehr muss das Kooperationsverbot endlich in Gänze fallen, damit eine dauerhafte Finanzierung aller Hochschulen sichergestellt werden kann. So könnte die Breite der Hochschulen profitieren, und nicht nur ein paar wenige in einem Wettbewerb um Paktmittel. Die Förderung von Tenure Track-Professuren ist begrüßenswert. Jedoch werden damit erneut Probleme lediglich an einzelnen Stellen angegangen, statt Lösungen für die schlechten Arbeitsbedingungen im Wissenschaftsbetrieb als Ganzes zu etablieren. Wissenschaftler*innen befinden sich in einem Teufelskreis aus prekärer, befristeter Beschäftigung ohne planbare Zukunft. Hier gilt es Grundsätzliches zu ändern, statt nur ein paar neue Professuren zu schaffen.           

Das Volumen des Programms zeigt deutlich, dass Wanka einmal mehr nur daran interessiert ist, eigenes Prestige einzufahren. Statt Problemlösung steht die Schaffung von Vorzeigeprojekten im Fokus. Was wir aber dringend benötigen, ist eine grundlegende Reform der Hochschulfinanzierung, sowie eine deutlich weitreichendere Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes, um den prekären Beschäftigungsbedingungen an Hochschulen ein Ende zu setzen.“

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