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Wanka setzt wiederholt falsche Schwerpunkte im Bildungshaushalt!

Zum Beschluss des Bundestags über den Haushalt 2017 erklärt Jasmin Delveaux, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

"Der Bildungshaushalt für das nächste Jahr setzt insbesondere für Studierende erneut falsche Schwerpunkte. Zwar begrüßen wir, dass mit sieben Prozent deutlich mehr Ausgaben in die Bildung gesteckt werden. Doch wenn Studierende weiterhin in maroden undüberfüllten Hörsälen sitzen müssen, greift das noch deutlich zu kurz. Es ist dringend nötig, den Sanierungsstau an den Hochschulen endlich anzugehen. Wir brauchen daher keine schwarze Null, sondern massive Investitionen in die Bildung! Zudem muss die digitale Agenda endlich an jedem Campus ankommen. Reine Investitionen in digitale Infrastruktur reichen daher nicht aus. Vielmehr wird auch ein integriertes Konzept für die digitale Lehre benötigt. Wir wollen Hochschulen, die mit der Zeit gehen und den digitalen Wandel als Chance begreifen!

Auch weist der beschlossene Haushalt erneut einen einseitigen Fokus auf den Bereich der Forschung auf. Die Qualität der Lehre wird dabei wieder einmal finanziell vernachlässigt. Dabei legen wir Juso-Hochschulgruppen besonders Wert auf eine kritische und diverse Lehre, abseits von Verwertungslogiken. Auch sprechen wir uns entschieden gegen eine weitere Elitenförderung durch die Exzellenzstrategie aus. Es braucht endlich breite Investitionen in die Grundfinanzierung der Hochschulen. Neue Bildungspakte sind dafür aber der falsche Ansatz, denn statt allen, nutzen sie nur einer Handvoll Hochschulen. Langfristige Perspektiven in der Bildungsfinanzierung sind jedoch unerlässlich, dem werden Pakte nicht gerecht."

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