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Die KMK besitzt keine Vision für digitale Bildung an Hochschulen!

Zur heute beschlossenen Strategie „Bildung in einer digitalisierten Welt“ der Kultusministerkonferenz (KMK) erklärt Max Meisenheimer, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

„Im Strategiepapier der KMK zeigen sich insbesondere im hochschulischen Bereich eklatante Mängel. Der größte Fehler der Strategie liegt in der grundlegenden Auffassung, digitale Bildung isoliert zu betrachten. Um den digitalen Wandel tiefgehend zu nutzen und Hochschulen damit einem breiteren Publikum zu eröffnen, müssen Forschung und Lehre nicht nur digitaler, sondern gleichzeitig auch inklusiver gestaltet werden. Hierzu müssen Lehrveranstaltungen barrierefrei zugänglich sein und Anwesenheitspflichten konsequent abgeschafft werden!

In einer digitalisierten Welt müssen auch Lehr- und Lernmittel mit der Zeit gehen. Statt aber eine Förderung anzustoßen, die allen Hochschulen zugutekommt, möchte die KMK nur einzelne Leuchtturmprojekte fördern. Wir Juso-Hochschulgruppen fordern stattdessen einen breiten Ausbau von Open Educational Resources (OER). Auch die aktuelle Vertragseinigung der KMK mit der VG Wort bedeutet einen massiven Rückschritt für Gute Lehre und die Digitalisierung an Hochschulen. Deshalb sind Nachverhandlungen des Vertrags dringend notwendig!“

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