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Alternativer BAföG-Bericht: BAföG bleibt Großbaustelle

Zum alternativen BAföG-Bericht des DGB erklärt Aljoscha Dalkner, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

„Frau Wanka hat in ihrer Amtszeit die Baustelle BAföG zur Großbaustelle werden lassen. Der alternative BAföG-Bericht macht deutlich, was wir schon lange kritisieren: Frau Wankas zentrale Versprechungen wurden nicht umgesetzt. Wir brauchen eine sozialere Bildungs- und Wissenschaftspolitik. Wir müssen Teilzeitstudiengänge fördern. Pflege, Ehrenamt, Kinderbetreuung und Nebentätigkeiten müssen bei der Förderdauer besser angerechnet werden. Weiterhin müssen die Altersgrenzen endlich fallen, damit das BAföG auch als Weiterbildungsfinanzierung dienen kann. Langfristig muss das Ziel ein eltern- und altersunabhängiges BAföG als Vollzuschuss sein, das sich am realen Bedarf von Studierenden orientiert.

Stattdessen bleibt das BAföG weiterhin auf Vollzeitstudiengänge beschränkt und geht an der Lebensrealität vieler Studierender vorbei. Die Wohnpauschale von 250 Euro reicht hinten und vorne nicht. Insgesamt hat sich der Berechtigtenkreis seit dem Jahr 2012 sukzessive verkleinert. Es ist Zeit für eine substantielle BAföG-Reform, die alle Studierenden erreicht und die Förderkriterien endlich flexibilisiert.“

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