Inhalt


©

Drittmittel sind keine Lösung für die Zukunft

Zu den heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichen Drittmitteleinnahmen an Hochschulen erklärt Max Meisenheimer, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

„Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Die öffentliche Finanzierung von Hochschulen ist unzureichend. Das Volumen von Drittmitteln steigt weiter an und sie spielen eine immer wichtigere Rolle für die Finanzierung von Hochschulen. So darf es nicht weitergehen. Hochschulen werden im Wettbewerb um mehr Mittel gegeneinander ausgespielt. Hier müssen Bund und Länder jetzt gemeinsam reagieren. Die Hochschulfinanzierung muss massiv in die Breite ausgebaut werden.

Mit Drittmitteln Löcher zu stopfen kann fatale Auswirkungen für Hochschulen haben. Neben einer Abhängigkeit von privaten Geldgeber*innen werden fast ausschließlich drittmittelstarke Fachbereiche gestärkt. Andere Bereiche hingegen, wie die Gesellschaftswissenschaften, bleiben auf der Strecke. Auch eine langfristige Planbarkeit für Hochschulen ist nicht möglich. Bund und Länder müssen mit dem Auslaufen des Hochschulpaktes 2020 eine neue Finanzarchitektur schaffen, um insbesondere die Lehre an Hochschulen zu stärken. Drittmittel müssen die Ausnahme sein. Es braucht gemeinsame und dauerhafte Investitionen in alle Hochschulen und nicht nur in eine vermeintliche Elite.“

Diesen Artikel teilen: